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Sehr geehrte Damen und Herren,
 
Risse im Putz, ein nicht ausreichend tragfähiges WDVS oder Waschbetonplatten, die nach Jahrzehnten instand gesetzt werden müssen: Arbeiten an der Fassade sind facettenreich. Wichtig ist die richtige Schadensbeurteilung und die Frage, wie mit dem Vorgefundenen umzugehen ist.
 
Unsere Beiträge in diesem Newsletter zeigen, dass es sich lohnt alte Strukturen zu erhalten statt abzureißen. Bei einem Hochhaus in Dresden wurde ein bestehendes WDVS durch Hinterfüllung so ertüchtigt, dass es anschließend aufgedoppelt werden kann.
 
An der denkmalgeschützten Stadthalle Braunschweig werden Waschbetonplatten demontiert und Stein für Stein mit einer Reparaturmischung instandgesetzt. Bei einem ehemaligen Offiziershaus in Münster kam nach dem Entfernen eines maroden WDVS das historische Ziegelmauerwerk wieder zum Vorschein, das teilweise mit einer Kalkschlämme überarbeitet wurde.
 
Dass nicht jede Veränderung einer Fassade gleich einen Sanierungsfall bedeutet, verdeutlicht unser Beitrag über Risse: Für ihre Bewertung kommt es unter anderem auf Breite, Tiefe, Verlauf und mögliche Bewegungen an. Die Optik spielt an der Fassade eine besondere Rolle. Daher gehen wir mit unserer Serie „WDVS gestalten“ in die 15. Folge und zeigen, wie ein rostähnliches Aussehen nach dem Vorbild von Cortenstahl aus Putz entsteht.
 
Viel Freude beim Lesen wünscht
Ihre bauhandwerk-Redaktion
Michaela Podschun
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Aktuell aus der bauhandwerk
Schritt für Schritt zur Rost-Optik an der gedämmten Fassade

Foto: Brillux

Eine Oberfläche in Anlehnung an gealterten Cortenstahl (Iron) lässt sich auch auf gedämmten Fassaden herstellen. Im 15. Teil unserer Serie zur Gestaltung von WDVS-Fassaden zeigen wir Schritt für Schritt, wie mit mineralischem Leichtputz, Silikat-Fassadenfarbe und einer Lasur eine matte, rostähnliche Oberfläche entsteht. Durch eine zusätzliche Fugengliederung lässt sich die Wirkung einzelner Stahltafeln nachbilden.
 
 » Zum Praxis-Tipp
Steinwolle-WDVS für mehr als 1500 Wohnungen in Berlin

Foto: Deutsche Rockwool

An der Grenze von Berlin-Lichtenberg und Marzahn entsteht ein Quartier mit mehr als 1500 Wohnungen, dessen Gebäude überwiegend aus vorgefertigten Stahlmodulen zusammengesetzt werden. Rund 27000 m² Fassadenfläche erhalten ein WDVS mit nichtbrennbarer Steinwolledämmung. Für die Fassadengestaltung schnitten die Stuckateure aus den Dämmplatten umlaufende Gesimse.
 
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Waschbetonfassade in Braunschweig wird zum 3D-Puzzle

Foto: Struktur-Förderung Braunschweig

Die denkmalgeschützte Waschbetonfassade der Stadthalle Braunschweig wird derzeit Stück für Stück demontiert und aufgearbeitet. Jede Platte wird nummeriert, gereinigt und bei Bedarf mit eigens abgestimmten Mörteln, Pigmenten und passenden Kieseln instandgepuzzelt. Anschließend kehren die Elemente an ihre ursprüngliche Position zurück – während hinter der Fassade die energetische Ertüchtigung des Gebäudes erfolgt.
 
 » Warum es eine „Feldfabrik" gibt
Wann Risse an der Fassade zum Problem werden
Foto: Uretek Deutschland
 
Nicht jeder Riss in einer Putzfassade ist automatisch ein technischer Mangel. Entscheidend sind unter anderem Rissbreite und -tiefe, Verlauf und Dynamik sowie die Beanspruchung der Fassade durch Schlagregen. Der erste Teil unseres Fachbeitrags zeigt, wie Risse technisch beurteilt werden und welche Rolle die Putzart und der Aufbau eines WDVS dabei spielen.
 
 » Wie Risse technisch zu bewerten sind
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Altes WDVS für die Aufdopplung ertüchtigt

Foto: Heck Wall Systems

Bei der Sanierung eines Hochhauses am Pirnaischen Platz in Dresden sollte das vorhandene WDVS erhalten und aufgedoppelt werden. Da die Verklebung der 100 mm dicken Mineralwolldämmung nicht ausreichend tragfähig war, wurde das Altsystem zunächst durch eine nachträgliche Hinterfüllung mit Klebemörtel ertüchtigt. Anschließend konnte die rund 5200 m² große Fassade mit weiteren 120 mm Steinwolle aufgedoppelt werden.
 
 » Wie die Hinterfüllung gelang
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Zwei Fassaden für ein ehemaliges Offiziershaus in Münster

Foto: Andreas Schüring Architekten

Bei der Sanierung eines ehemaligen Offiziershauses in Münster erhielt die Fassade zwei unterschiedliche Gesichter. Zur Straße wurde das marode WDVS entfernt und das historische Ziegelmauerwerk teilweise mit einer Kalkschlämme überarbeitet. Zum Garten öffnet sich der neue Anbau mit einer großflächigen Pfosten-Riegel-Fassade aus Holz und Glas. Ein gemeinsames Mansarddach verbindet Bestand und Erweiterung zu einem Gebäude.
 
 » Mehr zum Umbau in Münster
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Visionäres Ufo in Leinfelden-Echterdingen neu abgedichtet

Foto: Triflex

Beim denkmalgeschützten Haus Balz in Leinfelden-Echterdingen gehen Dach, Brüstungen und Fassade nahezu fließend ineinander über. Nach mehr als 40 Jahren mussten rund 160 m² der ungewöhnlich geformten Betonschalen, die wie ein Ufo aussehen, saniert werden. Eine vliesarmierte Flüssigabdichtung ermöglichte es, auch Rundungen, Fensteranschlüsse und andere komplexe Übergänge nahtlos abzudichten.
 
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Aktuelle Produkte
Hybridklebstoff für unterschiedliche Baustoffe

Foto: Otto Chemie

Der Hybridklebstoff „Ottocoll Allbert" von Otto-Chemie eignet sich für verschiedene Klebeanwendungen im Bauhandwerk – unter anderem für Fliesen, Naturstein, Spiegel, Holzleisten sowie Bau- und Dämmplatten. Auch UW-Profile im Trockenbau lassen sich damit laut Hersteller schraubenlos montieren. Der Klebstoff haftet auch auf feuchten Untergründen und bleibt nach dem Aushärten elastisch. Weitere Produkt-Neuheiten finden Sie in unserer Übersicht.
 
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