Coface News
Zu früh - Euphorie im Iran
Im Fokus - Brasilien und Ungarn
Auf Rekordhoch - Risiko in der Stahlbranche
Das Fazit - Kongress Länderrisiken 2016
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
diesmal haben wir in den Coface News wieder jede Menge interessanter Infos aus der Exportwirtschaft für Sie zusammengestellt - unter anderem eine neue Studie zur Situation in Brasilien. Genauer schauen wir auch auf den Iran und die Stahlbranche weltweit.
Außerdem: die Zusammenfassung vom Kongress Länderrisiken, der Ende April in Mainz stattgefunden hat.
 
Viel Spaß beim Lesen,
 
Ihr Coface-Team
Zu früh - Euphorie im Iran
Unsere Coface-Experten warnen aktuell vor verfrühter Euphorie hinsichtlich der wirtschaftlichen Öffnung des Irans. Noch seien zu viele Punkte auch im Zusammenhang mit den Sanktionen ungeklärt, als dass von einem kurzfristigem Boom ausgegangen werden könnte.
Nachdem die EU Lockerungen der Sanktionen gegen den Iran bekanntgegeben hatte, die wegen der Atomreaktorpläne des Landes ausgesprochen worden waren, schnellte der Iran bei den Interessengruppen der Wirtschaft auf die Pole-Position. „Dabei sind die Sanktionen noch nicht komplett aufgehoben. Die Situation ist höchst komplex“, erklärt Téva Perreau, Regional Manager der Coface in Nordeuropa. Auch die USA halten noch an verschiedenen Handelsbeschränkungen fest. Das macht es unter anderem für Finanzdienstleister wie Banken oder Versicherer, die amerikanische Mütter oder Anteilseigner haben oder mit amerikanischen Partnern arbeiten, schwierig, ad hoc in Irangeschäfte einzusteigen.
Derzeit sieht Coface noch keine Möglichkeit, Geschäfte in den oder im Iran mit Kreditversicherungsschutz zu begleiten. Lesen Sie mehr dazu auf unserer Website! Vor ein paar Wochen schon ist außerdem eine komplette Studie zur Situation im Iran erschienen, diese plus Infografik zu Irans Stärken und Schwächen finden Sie unter diesem Link.
Im Fokus - Brasilien und Ungarn
Zwei neue Studien der Coface-Experten sind erschienen - diesmal im Fokus: Brasilien und Ungarn. Ungarns Wirtschaft läuft recht gut. Das Wachstum dürfte in diesem Jahr 2,2 Prozent betragen. Hauptgrund dafür ist der private Konsum. Zögerlicher zeigen sich dagegen Unternehmen - sie investieren nur zurückhaltend. Der Grund: die hohe Steuer- und Abgabenlast. Das bremst das Wachstum. Mehr dazu lesen Sie hier.
Ganz anders die Lage in Brasilien: Das Land taumelt in einem heftigen Sturm. Schon die andauernde politische Krise und tiefe wirtschaftliche Rezession ließen die Zuversicht zusammenbrechen. Jetzt wurde das Ganze noch getoppt durch das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff. Vor 2017 ist laut Coface-Experten nicht mit einer Erholung der Wirtschaft zu rechnen.
Auf Rekordhoch - Risiko in der Stahlbranche
Coface konstatiert einen stetigen Anstieg des Kreditrisikos in der Metallproduktion weltweit. Der Sektor ist der riskanteste unter den 12 von Coface untersuchten Branchen. Die Risikobewertung steht jetzt bei „sehr hoch“ für Lateinamerika, Emerging Asien, den Nahen Osten und Westeuropa sowie bei “hoch” für Osteuropa und Nordamerika.
Die Branche ist eine der unprofitabelsten überhaupt und nimmt unter 94 Branchen Platz 90 ein. Zugleich hat sie die höchste Verschuldung. Die Preisaggressivität Chinas vor allem bei einfachem Stahl schwächt die konkurrierenden Produzenten weltweit. Die Überkapazitäten schlagen auch auf die Kreditrisiken in China durch, die Verschuldung der Unternehmen steigt signifikant. Die Coface-Experten rechnen erst ab 2018 mit einer Beruhigung am Markt. Einen Überblick der Ergebnisse bietet Ihnen unsere Infografik!
Das Fazit - Kongress Länderrisiken 2016
Risiken kennen und meistern - das war das Titelthema unseres Kongresses 2016 in Mainz, zu dem wir wieder gut 500 Gäste in Mainz begrüßen durften. Welche Risiken sind relevant? Und wie gehen wir mit ihnen um? Diese Kernfragen des Risikomanagements haben sich im Laufe der Zeit zwar nicht verändert, ihre Inhalte verändern sich allerdings stetig. Zu konstanten Risiken kommen neue Gefährdungen hinzu, zum Beispiel aus dem technischen Fortschritt oder auch aus politischen Veränderungen. „Risiko“ bedeutet aber nicht automatisch das Aus für Geschäftsmöglichkeiten. Das wurde beim Kongress Länderrisiken einmal mehr deutlich. „Man kann auch in Ländern mit einer schlechteren Bewertung gute Geschäfte machen und in Ländern mit einer guten Einstufung Schäden erleiden“, sagte Jochen Böhm, Regional Risk Underwriting Director bei Coface, mit Blick auf die möglichen Chancen – trotz Risiken. Eine Zusammenfassung dieser interessanten Punkte aus den Plenumsdiskussionen können Sie auf unserer Website nachlesen!
Welche Auswirkungen hat der Ölpreis auf Länder und Branchen? Vor welchen Problemen stehen Industrie- und Schwellenländer? Welche politischen Risiken kommen auf uns zu? Auskunft darüber gab die detallierte Präsentation der Länderrisken aus Coface-Sicht von unserem Volkswirt Dr. Mario Jung. In Ruhe können Sie sich diese übrigens ganz unten dieser Seite im Bereich "Siehe auch" anschauen, indem Sie das Gesamt-pdf aller Folien öffnen und speichern.
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