LogReal.Letter – Ein Produkt der LogReal.World: Agentur für Marktzugänge - Logistik & Real Estate
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Markt aktuell
SEGRO Logistics Park Flörsheim voll vermietet
SegroNach der Erstellung des SEGRO Logistics Park Flörsheim (Mariechen-Graulich-Str. 10 – 14) im September 2015 ist dieser bereits innerhalb von vier Monaten voll vermietet. Die Gesamtmietfläche liegt bei 17.808 Quadratmetern. Die Mieter des Parks bilden einen Mix von kleinen und mittleren Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce, Automotive, Produktion und Logistik.
 
Segro Foto
 
Bei dem Park handelt es sich um den ersten im neuen SEGRO Architektur Design. Durch Verwendung von Holz, weißem Sichtbeton und dunkler Paneele sowie bodentiefen Fenstern fügen sich die Gebäude besser in das Erscheinungsbild der Umgebung ein „Mit diesem Konzept setzen wir auf eine sowohl funktionale als auch energieeffiziente und attraktive Architektur, die neue Standards für die Nachhaltigkeit von Gewerbeimmobilien setzt“, sagt Andreas Fleischer, Business Unit Director Northern Europe bei SEGRO.
 
Angemietet haben die Onlineshops Oxid 7 und Duhome jeweils 5.425 und 3.221 Quadratmeter, der Automobilzulieferer Hühoco 1.794 Quadratmeter, der Staplerhersteller Hangcha 2.031 Quadratmeter und der Transportdienstleister Maintrans 5.337 Quadratmeter. Die Mietdauer der Mieter liegt bei fünf bis zehn Jahren. Das chinesische Unternehmen Hangcha eröffnet mit dieser Anmietung in Flörsheim seine Europazentrale. Insgesamt entstehen durch die Anmietungen im SEGRO Park rund 70 neue Arbeitsplätze, größtenteils im Bereich E-Commerce.
Wuerth auf der LogiMAT
Unsere Meldungen für Sie
WAGNER präsentiert sich auf der FeuerTRUTZ 2016 in seinem Jubiläumsjahr mit ausgesuchten Neuheiten
Wagner40 Jahre Erfolgsgeschichte
 
Auf der diesjährigen FeuerTRUTZ, der Leitmesse rund um das Thema Brandschutz, stellt WAGNER vom 17. – 18. Februar 2016 seine neuesten Brandschutzlösungen vor.
 
Mit 40 Jahren Erfahrung hat sich die WAGNER Group GmbH zu einem der führenden Brandschutzexperten international etabliert. Der innovative Lösungs- und Systemanbieter für technische Brandschutzanlagen hat bislang aus der eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit mehr als 700 Patente hervorgebracht. Im Fokus steht dabei immer eine Risikominderung von Brandgefahren durch qualitativ hochwertige, zuverlässige und wirtschaftliche Lösungen.
 
Sicherheit auf einen Blick
 
Im Ernstfall falsche Reaktionen vermeiden – dafür sorgt das Gefahrenmanagementsystem VisuLAN® X3 von WAGNER. Es kann mehr als 500 herstellerunabhängige Schnittstellen zu Sicherheitssystemen aufbauen, wie z.B. Brandmeldesystemen, Videoüberwachung, Zutritts-, oder Evakuierungssystemen. VisuLAN® X3 ermöglicht so die komplette Sicherheitsüberwachung gebündelt an einer zentralen Stelle: alle relevanten Informationen sind damit auf einem Blick und zu jeder Zeit verfügbar.
 
Dank des neu entwickelten Workflows werden je nach Ereignis, wie z. B. einem Brand, dem Ausfall einer Maschine oder einem Einbruchversuch, nur speziell vordefinierte Handlungsabläufe sichtbar. Mit dieser klaren Struktur und der Fokussierung auf den festgelegten Reaktionsplan wird ein Fehlverhalten nahezu ausgeschlossen. Neben der Kunstgalerie Lenbachhaus in München setzen die Amadeus IT Holding – eines der weltweit führenden Reisebuchungsunternehmen – sowie die Olympiahalle in München auf das innovative Sicherheitssystem.
 
Nicht ohne Grund wurde VisuLAN® X3 für den Preis „Produkt des Jahres 2016“ nominiert und gehört damit zu den besten drei Produkten in der Kategorie Organisatorischer Brandschutz.
 
Nominierung zum Produkt des Jahres: Das Gefahrenmanagementsystem VisuLAN® X3
 
Nominierung zum Produkt des Jahres: Das Gefahrenmanagementsystem VisuLAN® X3
 
Magazino präsentiert Kommissionier-Roboter TORU Cube
MagazinoProdukt-Premiere auf der LogiMAT 2016
 
Das Robotik-Start-up Magazino stellt auf der LogiMAT erstmals seine neueste Version des Kommissionier-Roboters TORU dem Fachpublikum vor. Der mobile Roboter mit dem Namen TORU Cube vereint eine intelligente Objekterkennung mit einer präzisen Greiftechnik und ermöglicht so den stückgenauen Zugriff auf das einzelne Objekt. TORU Cube ist für quaderförmige Objekte wie Bücher, Schachteln oder Schuhkartons optimiert. Interessierte können den Roboter auf der LogiMAT in Halle 5 am Stand 5D27 im Einsatz erleben.
 
Kommissionier-Roboter TORU Cube
 
Neue Features und verbesserte Performance
 
Im Vergleich zum Prototypen hat sich einiges getan: Der neue TORU Cube kann nicht nur Bücher kommissionieren, sondern auch größere quaderförmige Objekte – von einem kleinen Taschenbuch über einen Schuhkarton bis zu einem schweren Lexikon oder einer Schachtel Schrauben. Eine weitere Neuerung ist das mitfahrende, herausnehmbare Kommissionier-Regal mit variablen Ebenen, in dem TORU 15-20 durchschnittlich große Bücher oder andere quaderförmige Artikel zwischenlagern kann. Mit seiner ausfahr- und drehbaren Hubsäule gelingt es TORU Cube, Objekte in einer Höhe von 10 cm bis 209 cm zu greifen. Damit kann der Roboter sowohl das unterste als auch das oberste Regalfach von gängigen Fachbodenregalen bedienen. Auch der beidseitige Pickvorgang in einem Regalgang wird mit dem neuen Feature der drehbaren Hubsäule möglich. Der Roboter erreicht dadurch einen menschenähnlichen Aktionsradius und eine hohe Mobilität.
 
Wissmann: Automobillogistik wird immer globaler und komplexer
VDA-LogoForum Automobillogistik von VDA und BVL in Frankfurt am Main
 
„Die deutsche Automobilindustrie hat 2015 weltweit erstmals mehr als 15 Millionen Pkw produziert, über 9 Millionen davon im Ausland. Dieses umfassende Produktionsnetzwerk wird von einem Logistiksystem zusammengehalten, das immer globaler und komplexer wird. Die Automobillogistik ist damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Automobilindustrie“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), beim Forum Automobillogistik in Frankfurt am Main. „Krisen, Katastrophen, Streiks und viele andere Turbulenzen haben weltweit im vergangenen Jahr nicht ab-, sondern zugenommen und die Logistiker vor neue Herausforderungen gestellt. Im vergangenen Jahr waren vor allem die Streiks der GDL kritisch. Die Automobillogistiker haben diese Herausforderung bewältigt, ohne dass die Produktion zum Stillstand kam“, sagte Wissmann weiter.
 
Forum Automobillogistik
Foto: Prof. Wimmer, Herr Eichhorn
 
Bei der Logistik habe Deutschland einen Ruf zu verteidigen. Wissmann: „Deutschland ist die führende Logistiknation der Welt. Wir stehen in der Logistik-Weltrangliste der Weltbank auf Platz eins.“ Deutschland sei als Logistikstandort vor allem bei der Zollabfertigung, der Kompetenz der Logistikdienstleister, der Pünktlichkeit des Gesamtsystems und bei der Infrastruktur sehr gut aufgestellt. Mit Blick auf den Zustand der Verkehrswege mahnte der VDA-Präsident jedoch: „Um an der Spitze zu bleiben, muss der Investitionsstau der vergangenen Jahre abgebaut werden. Daher ist es erfreulich, dass die Investitionslinie für die Bundesfernstraßen in diesem Jahr deutlich angehoben wird – von rund 5 Milliarden auf 6,2 Milliarden Euro. Das bringt einen Modernisierungsschub. Wichtig ist aber, dass diese Investitionslinie über die laufende Legislaturperiode hinaus fortgeschrieben wird.“
Logistikimmobilie des Monats
GOLDBECK baut Geschäftsbereich „Bauen im Bestand“ aus
Goldbeck
  • Bauunternehmen strebt mittelfristig rund zehn Prozent Umsatzanteil im Geschäftsbereich „Bauen im Bestand“ an
  • Revitalisierungsprojekte und Umbaumaßnahmen im Fokus
 
GOLDBECK, eines der führenden Unternehmen im gewerblichen und öffentlichen Hochbau, baut seinen Geschäftsbereich „Bauen im Bestand“ aus. Darin bündelt das Bielefelder Bauunternehmen die Aktivitäten Refurbishment, Revitalisierungen und Umbaumaßnahmen von Bürogebäuden, Einzelhandelsimmobilien und Logistikhallen.
 
Goldbeck-Foto
 
Mittelfristig strebt GOLDBECK einen Umsatzanteil von rund zehn Prozent am Gesamtumsatz an. Vor diesem Hintergrund wird „Bauen im Bestand“ als eigenständiger Geschäftsbereich auftreten. „In den kommenden Monaten wollen wir die strukturellen und personellen Voraussetzungen schaffen, um dieses Wachstumsziel zu erreichen“, erläutert Lars Luderer, Geschäftsführer der GOLDBECK GmbH. Vor allem in den Niederlassungen Düsseldorf, Bielefeld, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart, Erfurt sowie langfristig München und Hamburg soll das Geschäftsfeld ausgebaut werden.
 
Revitalisierungsmaßnahmen von Bürogebäuden sollen dabei im Fokus stehen. Hier sieht GOLDBECK ein großes Potenzial – denn rund 70 Prozent des deutschen Bürobestandes sind vor 1990 errichtet worden und weisen zum Teil hohen Modernisierungsbedarf auf. GOLDBECK Geschäftsführer Luderer ergänzt: „Revitalisierungsprojekte halten wir für eine ideale Ergänzung zu unseren bestehenden Geschäftsfeldern. Unsere Kernkompetenz bleibt das Neubaugeschäft mit dem elementierten Bauen mit System. Allerdings profitieren Auftraggeber bei Revitalisierungsprojekten von unserer Erfahrung und einer hohen Projektsicherheit.“
 
GOLDBECK verfügt mit über 1.300 eigenen Ingenieuren und Architekten über eine umfassende Planungs- und Baukompetenz durch langjährige Erfahrung. Im Jahr werden über 400 Bauprojekte realisiert. „Durch strukturierte Projektarbeit und systematisierte Planungs- und Fertigungsprozesse bieten wir eine hohe Sicherheit bei Kosten, Termineinhaltung und Qualität“, so Luderer. Allerdings unterscheidet sich die Bearbeitung von Revitalisierungsprojekten deutlich vom Neubaugeschäft. „Aus unserer Sicht ist daher eine sehr frühe Einflussnahme, eine kompetente Beratung und die Weiterempfehlung für den Erfolg ausschlaggebend“, so Luderer.
 
Als Auftraggeber sieht GOLDBECK vor allem mittelständische Unternehmen, Fondsgesellschaften und Bestandshalter, Projektentwickler und die Öffentliche Hand. Auch bereits bestehende Kundenbeziehungen sollen genutzt werden, um neue Aufträge zu generieren.
 
Hans im Glück vertraut auf QSL
Hans im Glück BurgerAb dem 1. März 2016 organisiert Meyer Quick Service Logistics (QSL) die Belieferung der „Hans im Glück“-Restaurants. Wie aus einer aktuellen Pressemitteilung hervorgeht, steuert das auf Logistik für die Systemgastronomie spezialisierte Unternehmen darüber hinaus die gesamte Supply Chain für die Burgerkette. Den Zuschlag erhielt QSL während einer dreimonatigen Testphase.
 
Foto QSL
Foto: QSL
 
Demnach übernimmt QSL künftig den operativen Einkauf sowie die Bündelung, Lagerung und Distribution sämtlicher Waren. Der Friedrichsdorfer Logistikdienstleister liefert dabei den Restaurants sämtliche Waren mit nur einem Stopp nach dem One-Stop-Shop-Prinzip. Das Burger-Franchiseunternehmen „Hans im Glück“ wurde 2010 von dem Münchner Gastronom Thomas Hirschberger gegründet. Das Unternehmen plant, seinen Expansionskurs in diesem Jahr mit etwa 40 Neueröffnungen fortzusetzen. Auch vor diesem Hintergrund entstand bei „Hans im Glück“ der Bedarf, die Lieferkette transparenter und effizienter zu gestalten.
 
Ausagbe 01/2016 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Serie: Essentials in Gewerbemietverträgen
GimmlerIn Gewerbemietverträgen sind häufig Umsatzmieten vereinbart, d. h. die Miete ist an den vom Mieter erwirtschafteten (Netto-)Umsatz gekoppelt. Bei solchen Umsatzmieten ist dringend zu empfehlen, auch eine Betriebspflicht im Mietvertrag zu vereinbaren. Denn auch wenn im Mietvertrag eine Umsatzmiete vereinbart ist, ist der Mieter ohne Betriebspflichtvereinbarung nicht zur Aufnahme oder Aufrechterhaltung seines Betriebes oder zu besonderen Umsatzanstrengungen im Mietgegenstand verpflichtet, vgl. BGH, NJW 1979, 2351. Wenn ausschließlich eine Umsatzmiete ohne festen Sockelbetrag vereinbart ist, kann die fehlende Betriebspflicht zu einem kompletten Mietzahlungsausfall führen. Bei der Betriebspflichtvereinbarung sollten die genauen Betriebs- oder ggf. Öffnungszeiten festgelegt werden. Verstößt der Mieter gegen eine vereinbarte Betriebspflicht, können Vertragsstrafen, Schadensersatz oder gar die außerordentlichen Kündigungen die Folge sein.
 
Sabrina Schubert, LL. M
Juristin bei der Gimmler Rechtsanwalts GmbH, Koblenz

 
JLL zum Lager- und Logistikflächenmarkt Region München: Logistikmarkt bleibt hinter den Möglichkeiten zurück
Jones Lang LaSalleDer Flächenumsatz am Münchener* Markt für Lager- und Logistikflächen hat nach einem schwachen vierten Quartal den geringsten Jahresumsatz der vergangenen zehn Jahre erzielt. Mit 200.000 m² wurden Vorjahresvolumen und 10-Jahresschnitt um ca. ein Viertel unterschritten.
 
„Der Grund für diese geringe Marktdynamik ist auf der Angebotsseite zu sehen. Einer gleichbleibend hohen Nutzernachfrage nach großflächigen Lager-/Logistikflächen steht ein geringes Angebot gegenüber“, so Steffen Overath, bei Team Leader Industrial Agency München. Overath weiter: „Für 2016 erwarten wir daher viele Verlängerungen von Bestandsverträgen, die die Umsatzstatistik nicht beeinflussen und das Umsatzvolumen zum Jahresende auf ähnlich niedrigem Niveau verbleiben lassen.“
 
Angetrieben durch Projektentwicklungen werden zukünftig das Umland-Ost sowie das Umland-West eine stärkere Rolle spielen als derzeit noch führende Umland Nord, wo sich die Knappheit bei der Flächenverfügbarkeit immer stärker manifestiert.
 
2015 wurden Lagerflächen von rund 68.000 m² fertiggestellt, davon nur 16 % unvermietet. Seit 2013 ist das Fertigstellungsvolumen kontinuierlich gesunken. Anfang 2016 befinden sich nur rund 65.000 m² im Bau, darunter ein spekulativer Neubau in Kirchheim. „Weitere spekulative Flächen sowie die Ausweisung neuer Gewerbegebiete halten wir für dringend notwendig“, so Overath. Der Lagerflächenleerstand für Flächen ab 5.000 m² ist 2015 deutlich gesunken und beträgt Ende 2015 rund 120.000 m². Weniger als 10 % des Umsatzvolumens gingen 2015 auf das Konto von Eigennutzern. „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Grundstücken für eigengenutzte Projektentwicklungen steigen wird“, so Overath.
 
Zum ersten Mal seit dem 3. Quartal 2014 ist im 4. Quartal 2015 die Spitzenmiete in der Region München gestiegen (um 3,8 % auf 6,75 Euro/m²/Monat). Der Anstieg spiegelt den Nachfrageüberhang wider. Die Durchschnittsmiete notiert Ende 2015 bei 5,95 Euro / m² / Monat - mit einer weiter steigenden Tendenz.
Logreal-die-Logistikimmobilie
ID Logistics steigert Umsatz in 2015 um 6,4 Prozent
ID LogisticsDie internationale Kontraktlogistikgruppe ID Logistics hat ihre Bilanzzahlen für 2015 veröffentlicht. Danach konnte die Unternehmensgruppe ihren Umsatz um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 930,8 Millionen Euro steigern.
 
Foto: ID Logistics
 
Während die inländischen Umsatzerlöse um 3,9 Prozent wuchsen, erzielte die Gruppe im internationalen Ausland ein Plus von 9,8 Prozent. Im vierten Quartal 2015 belief sich der Umsatz auf 250,5 Millionen Euro, was einem Plus von 6,8 Prozent entspricht. „Das Geschäftsjahr 2015 stellt für ID Logistics erneut ein Jahr des soliden Wachstums dar, insbesondere im Bereich E-Commerce“, kommentierte Eric Hémar, Firmengründer und CEO von ID Logistics. „Das gute Ergebnis im vierten Quartal ist zum Teil durch eine erhebliche Wechselkursvotalität getrübt. Die ungünstigen Wechselkursentwicklungen zum Jahresende betrafen insbesondere Brasilien, Argentinien und Russland. Zum Jahresauftakt 2016 erleben wir in all unseren Zielmärkten weiterhin gute Geschäftsaktivitäten.“
 
Trans-o-flex: Frank Iden übernimmt Vorsitz der Geschäftsführung
trans-o-flexDie trans-o-flex Logistics Group hat in diesem Monat den im letzten Jahr vorbereiteten Wechsel an der Spitze ihrer Geschäftsführung vollzogen. Frank Iden (49) hat Anfang Februar den Vorsitz der Geschäftsführung übernommen. Max Moser (59), der bisherige Sprecher der Geschäftsführung, kann sein selbstgestecktes Ziel umsetzen, und sich ins Privatleben zurückziehen.
 
Frank Iden
 
Unternehmensentwicklung strategische Projekte der trans-o-flex Logistics Group. „Gerne nehme ich die Bälle auf, die Max Moser mir zugespielt hat“, sagt Iden. „Schwerpunkte meiner Arbeit werden im operativen Bereich die kontinuierliche Verbesserung der Strukturen und Prozesse im extrem flexiblen trans-o-flex-System sein, im finanziellen Bereich die Steigerung der Profitabilität und im strategischen Bereich die Konzentration des Unternehmens auf logistische Branchenlösungen, allen voran natürlich in den Kernbranchen Pharma und Gesundheit sowie Haushalts- und Unterhaltungselektronik.“ Der gelernte Speditionskaufmann Iden bringt für seine neue Tätigkeit mehr als 30 Jahre Logistikerfahrung in Führungsfunktionen bei Hermes, primeMail, Deutsche Post, TNT und Interfracht mit. Neben Iden wird die Geschäftsführung der trans-o-flex Logistics Group weiterhin aus Christian Knoblich (Vertrieb und Marketing) und Michael Stadlmann (Finanzen) bestehen.
 
Bench setzt auf Fulfillment von Hellman eCommerce
Hellman eCommerceHellmann eCommerce konnte sich in einem Pitch um die Umsetzung der Fulfillment-Abwicklung des B2C-Onlineshops für die internationale Fashion- und Lifestylemarke Bench gegen andere Full-Service-Dienstleister durchsetzen. Ab Februar 2016 werden aus dem Fulfillmentcenter in Osnabrück Bench-Kunden in 21 europäischen Ländern beliefert.
 
Resilienz in der Ersatzteillogistik: Zukunft durch Anpassung
BVLVier Fragen an Dr. Stefan E.A. Recknagel, Vice President Part Logistics, BSH Hausgeräte und Sprecher der BVL Regionalgruppe Franken
 
Auf dem Forum Ersatzteillogistik am 3. März 2016 in Nürnberg geht es um Trends und Herausforderungen im Ersatzteilmanagement als Teil des After-Sales-Service. Ein aktuelles Konzept aus diesem Bereich ist das Resilienzmodell für Lieferketten, das Dr. Stefan Recknagel bereits erfolgreich bei BSH Hausgeräte eingeführt hat. Das Resilienzmodell macht Logistik- und Lieferketten gegenüber Störungen widerstandsfähiger. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Psychologie und beschreibt Menschen, die auch unter sehr widrigen äußeren Umständen erfolgreich ihren Lebensweg gestalten können. Auf Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Logistik übertragen bedeutet dies für ein Unternehmen, nach in- oder extern verursachten Störungen und Schocks möglichst schnell wieder zu einem geordneten Regelbetrieb übergehen zu können - oder den externen Einwirkungen gleich ganz zu widerstehen.
 
Dr. Stefan Recknagel
Dr. Stefan Recknagel
 
(Bundesvereinigung Logistik) Die Übertragung eines psychologischen Begriffs auf Managementkonzepte im Wirtschaftsbereich Logistik erscheint zunächst eher ungewöhnlich. Wie ist es Ihrer Einschätzung nach dazu gekommen?
 
(Dr. Stefan Recknagel) Ich persönlich bin im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements darauf gekommen. Heute steigt vor allem die psychische Belastung am Arbeitsplatz. Stichworte sind hier beispielweise Stress, Arbeitsvolumen und –verdichtung, Informationsflut und Spam. So kommt man dazu, über Burn-Out-Theorien und Stressvermeidungsansätze nachzudenken. Hier ist der Weg zum Resilienzbegriff nicht weit. Die Innovation in Richtung Logistik ist dann in erster Linie eine Transferarbeit - man könnte es auch einen „kreativen Klau“ nennen!
 
In Unternehmen soll die Einführung des Resilienzmodells in Lieferketten vor allem die Merkmale "Agilität" und "Stabilität" steigern. Was bedeuten diese Merkmale bei Lieferketten, was zeichnet eine agile und stabile Supply Chain aus?
 
Auf den Punkt gebracht: in der Veränderungs- und Anpassungsgeschwindigkeit. Wenn ein Vulkan in Europa ausbricht und das Fliegen unmöglich macht, muss ich so schnell wie möglich einen Bypass eröffnen, um über andere Wege wie beispielsweise den Landtransport liefern zu können. Entscheidend ist dabei die Geschwindigkeit des Krisenmanagements. Dies gilt beispielsweise auch, wenn ein Spediteur oder ein anderer Partner in die Insolvenz geht – hier muss ich vorbereitet sein. Resilienz geht dabei über die klassischen Notfallpläne hinaus, da der Begriff im Grunde genommen eine Philosophie der Wandlungsfähigkeit beschreibt. Oder wie es Thomas Exner, Supply Chain Manager bei Siemens, ausgedrückt hat: Resilienz ist „… eine nie abschließbare, permanente Einsatzbereitschaft, ein Notfall auf Dauer“.
 
Es gilt, einen Ausgleich zwischen den zwei Polen Stabilität und Flexibilität zu finden. Idealerweise ausgeglichen sind beispielsweise Wolkenkratzer: die müssen robust und stabil, aber auch elastisch und flexibel sein. Nur so werden sie bei großen Windkräften nicht einstürzen und können auch gegen Erdbeben bestehen. Vorbild ist der Grashalm: schlanke Physiognomie, hoch, biegbar und trotzdem stabil – das ist für mich ein gutes Beispiel. Denken Sie an die harte deutsche Eiche, die es nur in unseren Breiten gibt, wohingegen Gras in fast allen Klimazonen vertreten ist.
 
Gab es auch Widerstände im eigenen Haus bei der Einführung des Resilienzmodells, die Sie überwinden mussten?
 
Die klassische Geschichte dazu ist die vom „Mann im Wald“, der sagt, er habe keine Zeit, seine Säge zu schleifen, da er so viele Bäume fällen müsse. Oft liegen operativ drängende Probleme im Tagesgeschäft einfach viel näher als strategische Themen. Dies ist eines der Haupthemmnisse. Aber auch ein abstraktes Modell wie Resilienz ist, wenn man es mit Beispielen operationalisiert, einzelnen Menschen relativ leicht vermittelbar. Dazu gehören Fragen nach dem besten Weg zur Erreichung der gewünschten Agilität, Diversität, Redundanz usw. Dies lässt sich mit Hilfe unseres Resilienzmodells in eine Matrix-Struktur übertragen, die dann den Mitarbeitern vermittelt werden kann. Aber sich die Zeit zu nehmen, für etwas das weit in der Zukunft liegt, ist weiterhin die Haupthürde.
 
Am Ende des Tages muss jede Maßnahme in Unternehmen auch Ergebnisse erzielen. Wie lässt sich der unternehmerische Erfolg von Resilienz messen?
 
Es gibt einige Werte, die sich aus dem klassischen Risk Management und Business Continuity Management übertragen lassen. Dazu gehört beispielsweise, um wie viele Wochen sich bei einem Lagerausfall die Zeit bis zum Wiederanlauf verkürzen lässt, wie flexibel Kapazitäten sind oder auch wie viele Artikel über mehrere Brandschutzabschnitte verteilt sind. Darüber hinaus gibt es aber (noch) wenig: wenn das Thema Resilienz beispielsweise in Human Resources angewendet werden soll, wird es schwierig. Wenn ein Mitarbeiter erkrankt, so ist die Überraschung oft groß, auch wenn Statistiken vorliegen, die zeigen, dass dies erwartbar war. Hier haben wir oft einen blinden Fleck und können und wollen einfach nicht begreifen, dass der Störfall den Normalfall abbildet. Wenn ich im Rahmen des Resilienzmodells den Ernstfall schon vorwegnehme und durch Maßnahmen wie Jobrotation, Springer und ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement Störungen umgehe, so lässt sich dies nicht erfassen. Schäden, die durch erfolgreiche Prävention vermieden werden, können leider nicht gemessen werden!
 
Das Interview führte Hermann Assmann, Mitarbeiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BVL.
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