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| | DER KONZERTMONAT MAI MIT DEM DSO - TEIL 1 Herzlich willkommen zum ersten Teil des Konzertmonats Mai mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Vladimir Ashkenazy präsentiert zwei symphonische Programme in der Berliner Philharmonie, bevor er mit dem DSO zur großen Südamerika-Tournee aufbricht. Zunächst stellt er am 6. Mai das Adagio aus Bruckners Streichquintett in einer Orchesterfassung Mahlers Fünfter Symphonie gegenüber; zwei Tage später erklingen unter seiner Leitung Werke von Berlioz und Schostakowitsch sowie gemeinsam mit dem französischen Pianisten Jean-Efflam Bavouzet Liszts Zweites Klavierkonzert. ›La bonne heure‹ serviert am 16. Mai wieder Klassik zur Mittagszeit. Das DSO freut sich auf Ihren Konzertbesuch!
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Vladimir Ashkenazy widmet sich Anton Bruckner und Gustav Mahler | | Gleich zweimal innerhalb weniger Tage kehrt Vladimir Ashkenazy, der einstige Chefdirigent und Künstlerische Leiter des DSO, an das Pult seines ehemaligen Orchesters zurück. Mit den beiden Programmen werden er und das DSO anschließend eine Südamerika-Tournee bestreiten. Am 6. Mai stellt der Music Director des Sydney Symphony Orchestra und Ehrendirigent des Londoner Philharmonia Orchestra mit dem für Orchester bearbeiteten Adagio aus dem Streichquintett von Anton Bruckner und Gustav Mahlers Fünfter Symphonie zwei Kompositionen gegenüber, die ihre jeweilige Gattung entscheidend prägten. Anton Bruckner, im heutigen Konzertleben fast ausschließlich für seine mächtigen Symphonien bekannt, schuf mit seinem Streichquintett F-Dur 1878|79 einfühlsame Kammermusik. Das Werk avancierte zu Lebzeiten des Komponisten bald zu einer seiner beliebtesten Kompositionen. Vor allem das lyrische, entrückte Adagio, das Ausdruck und motivische Wendungen seiner Siebten Symphonie vorwegnimmt, hinterließ bereits bei den Zeitgenossen den größten Eindruck. In Wien, zur Wende des 20. Jahrhunderts kulturelles Zentrum und Schmelztiegel künstlerischer Strömungen, wirkte ab 1897 auch Gustav Mahler. Während sich Bruckners Symphonik formell der Wiener Klassik verpflichtet fühlte, übertrat Mahler in seinem symphonischen Schaffen ab 1901 die Schwelle zur musikalischen Moderne. Seine Fünfte Symphonie markiert den Beginn einer neuen Schaffensphase, die von komplexer Satzstruktur, progressiver Tonalität und der permanenten Nebeneinanderstellung und Überlagerung der Themen auf unterschiedlichen Ebenen gekennzeichnet ist.
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Der französische Ausnahmepianist Jean-Efflam Bavouzet spielt Liszt | | Am 8. Mai widmet sich der französische Pianist Jean-Efflam Bavouzet unter Vladimir Ashkenazys Leitung Liszts Zweitem Klavierkonzert. Die im Gegensatz zum heroischen Vorgänger eher schwelgerische Komposition gleicht formal einer freien, durch Themenverknüpfungen zusammengehaltenen Phantasie, ohne jedoch auf das fulminante, hochvirtuose Finale zu verzichten. Die Begeisterung für Goethe teilten Liszt und sein französischer Kollege Berlioz. Fasziniert von dessen ›Faust‹, beschloss dieser 1829, die im Text enthaltenen Verse, Lieder und Gesänge zu vertonen. Die ›Huit scènes de Faust‹ veröffentlichte der Komponist auf eigene Kosten, zog sie jedoch kurz darauf wieder zurück. Das große Interesse für den Stoff aber blieb bestehen: 1845|46 schuf er ›La damnation de Faust‹, das die früheren acht Szenen, in teils stark überarbeiteten Fassungen, enthält. Eines der eingängigsten Stücke daraus ist der ›Rákóczi-Marsch‹, der die damals inoffizielle Hymne Ungarns nach einem bekannten Nationallied aufgreift. Schostakowitsch und seine Zehnte gehören einer anderen Welt und Epoche an. Freiheitshoffnungen und Skepsis mischten sich in den Monaten nach Stalins Tod, in denen die Symphonie geschrieben wurde. Das politische »Tauwetter« lag noch in weiter Ferne und die ästhetischen Dogmen galten nach wie vor. Obwohl der Komponist in dem von Erregung und innerer Unruhe gekennzeichneten Opus, laut dem Schostakowitsch-Biographen Salomon Wolkow, die Trauer und Wut um die Opfer der Stalin-Ära reflektierte, nahm das Kulturkommissariat lediglich die pessimistische Grundstimmung des Werkes wahr und kritisierte das »Abweichen von den realistischen Grundsätzen der sowjetischen Kunst«.
Di 8. Mai | 20 Uhr | Philharmonie18.55 Uhr Einführung mit Habakuk Traber VLADIMIR ASHKENAZYJean-Efflam Bavouzet Klavier Hector Berlioz ›Rákóczi-Marsch‹ aus ›La damnation de Faust‹Franz Liszt Klavierkonzert Nr. 2 A-DurDmitri Schostakowitsch Symphonie Nr. 10 e-Moll Kartenpreise: 15 € bis 44€, AboPlus-Preis* ab 13 € | Tickets »
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Südamerika-Tournee des DSO mit Vladimir Ashkenazy vom 12. bis 18. Mai | | Nur wenige Tage nach den Berliner Konzerten geht das Deutsche Symphonie-Orchester mit Vladimir Ashkenazy auf eine einwöchige Südamerika-Tournee, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle und dem Auswärtigen Amt veranstaltet wird. Neben zwei Symphoniekonzerten im historischen Theatro Municipal von São Paulo bilden ein moderiertes Kinderkonzert und ein außergewöhnliches Open-Air-Konzert im Ibirapuera-Park den Anfang der Tournee: Das São Paulo Youth Symphony Orchestra wird dort zusammen mit dem DSO gemeinsam einstudierte Werke aufführen. Die Nachwuchsmusiker konnten dafür bereits im Vorfeld per Internet-Videokonferenz in kleinen Gruppen mit Orchestermitgliedern des DSO zusammenarbeiten. Proben vor Ort ergänzen die transkontinentale Begegnung der Orchestermusiker von heute und morgen. Zusätzlich lädt ein Kurzfilmwettwerb brasilianische Nachwuchsfilmer dazu ein, sich unter dem Motto ›Music on the Road‹ mit Passagen aus Beethovens ›Pastorale‹ auseinanderzusetzen. Mit Auftritten in Rosario sowie im legendären Teatro Colón von Buenos Aires findet die Tournee in Argentinien ihren Abschluss.
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›La bonne heure‹ – Klassik zur Mittagszeit im Mai | | | Die außergewöhnliche Konzertreihe ›La bonne heure‹, die das DSO in Zusammenarbeit mit dem Institut français und Concentus Records gestaltet, wird im Mai mit nur einem Konzert am 16. Mai fortgesetzt. Das abwechslungsreiche kammermusikalische Programm im akustisch hervorragenden Konzertsaal des Maison de France und die in der Brasserie ›Le Paris‹ im Erdgeschoss angebotenen kulinarischen Köstlichkeiten versprechen einen Energieschub zur Wochenmitte. | |
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