Newsletter DAAD Brüssel ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌
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Newsletter DAAD Brüssel • 05/25
2. Juni 2025

Inhaltsverzeichnis 

 

Editorial 
Übergeordnetes 
Bildung und Forschung 
Auswärtiges 
Digitales 
Kurznachrichten 
Ausschreibungen  
Veranstaltungen

Editorial 
 

Liebe Leserinnen und Leser, 
 
selten war ein Monat in Brüssel so ereignisreich wie der Mai 2025. Zentrale Maßnahmen der EU-Kommission erreichten wichtige Meilensteine. Die Bildungsministerinnen und -minister diskutierten zur Union der Kompetenzen und verabschiedeten die Empfehlung zum europäischen Qualitätssicherungs- und Anerkennungssystem sowie Entschließung zum European Degree Label. Gleichzeitig wurde auf die geopolitische Weltlage durch eine medienwirksame Vorstellung der „Choose Europe for Science“-Initiative reagiert. Die Wiederaufnahme der Gespräche zu einer Beteiligung Großbritanniens an Erasmus+ überraschte viele in Brüssel, wurde aber sehr positiv aufgenommen. Gleiches gilt für die Erläuterungen der Kommissionspräsidentin zur Eigenständigkeit des nächsten EU-Forschungsrahmenprogramms, wobei hier immer noch sehr viele Fragen offen bleiben. Mitte Juli sollen die ersten Dokumente zum nächsten MFR veröffentlicht werden. Es könnte also durchaus noch spannender werden in der europäischen Hauptstadt. In der nächsten Ausgabe berichten wir dann entsprechend weiter.  
Ich wünsche vorerst eine angenehme Lektüre.  
 
Ihr Michael Hörig
Übergeordnetes

Ergebnisse: Konsultation zum nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 
 

Die EU-Kommission will im Einklang mit den Leitlinien von Präsidentin von der Leyen für 2024–2029 einen einfacheren, gezielteren und wirksameren EU-Haushalt schaffen, der die strategischen Prioritäten der Union widerspiegelt. Dazu hat sie sieben öffentliche Konsultationen in zentralen Politikbereichen gestartet und zwischen Februar und Mai 2025 Feedback von Interessenträgern zur bestmöglichen Verwendung des EU-Haushalts für den Zeitraum 2028–2034 eingeholt. Der DAAD hat sich an mehreren Stellungnahmen beteiligt. Im Rahmen von zwei Positionspapieren seines Dachverbands, der Academic Cooperation Association (ACA) zu „The future of Erasmus+ is the future of Europe“ (Link), sowie eines gemeinsamen Papiers der Partner des S-DHG-Forums („Reinforcing global partnerships in higher education and research: The world needs the EU and the EU needs the world“) (Link) setzt sich der DAAD für eine Stärkung von Erasmus+ in der Hochschulbildung sowie Hochschulbildung und Forschung in den Mechanismen der globalen Zusammenarbeit der EU ein, besonders im Rahmen der Global Gateway-Strategie. 
Zum Artikel der Außenstelle

EU-Kommission legt Strategie für Start-ups und Scale-ups in der EU vor 
 

Am 28. Mai 2025 hat die EU-Kommission eine Strategie für Start-ups und Scale-ups vorgestellt. Die Strategie sieht eine Reihe legislativer, politischer und finanzieller Unterstützungsmaßnahmen vor, um europäische Start-ups und Scale-ups auf EU-Ebene ebenso wie in den Mitgliedstaaten zu fördern und Europa einen attraktiven Ort für die Gründung und das Wachstum globaler technologieorientierter, innovativer Unternehmen zu machen. Dazu wird die Kommission fünf zielgerichtete Aktionen implementieren: (i) Förderung eines innovationsfreundlichen Umfelds, (ii) Bessere Finanzierung für Start-ups und Scale-ups, (iii) Unterstützung bei der Markteinführung und Expansion von Start-ups, (iv) Anwerbung und Bindung der besten Talente, (v) Erleichterung des Zugangs zu Infrastrukturen, Netzwerken und Dienstleistungen. Um Spitzenkräfte zu halten und anzuziehen, benötigen Start-ups und Scale-ups einen besseren Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften. Die Strategie stellt die Initiative „Blue Carpet“ (Blauer Teppich) vor, deren Schwerpunkt insbesondere auf der unternehmerischen Bildung, steuerlichen Aspekten von Mitarbeiteraktienoptionen und der grenzüberschreitenden Beschäftigung liegt.
Zum Artikel der Außenstelle

Eurobarometer-Umfrage: Hohes Vertrauen in die EU 
 

Der am 28. Mai 2025 veröffentlichten jüngsten Eurobarometer-Umfrage zufolge ist das Vertrauen in die EU auf dem höchsten Stand seit 18 Jahren und war die Unterstützung für den Euro noch nie so hoch wie jetzt. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage wünschen sich die Europäerinnen und Europäer außerdem eine stärkere und durchsetzungsfähigere EU mithilfe einer Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Gleichzeitig ist und bleibt Frieden der Wert, der die EU am besten verkörpert (41%, +2 Prozentpunkte), gefolgt von Demokratie (33%, -2 Prozentpunkte) und Achtung der Rechtsstaatlichkeit, der Demokratie und der Grundrechte (28%, neues Thema). Fast sieben von zehn Befragten (69%) halten die EU für einen Ort der Stabilität in einer krisengeschüttelten Welt.
Zum Artikel der Außenstelle
Bildung und Forschung

Bildungsministerinnen und -minister verabschieden Empfehlung zum europäischen Qualitätssicherungs- und Anerkennungssystem sowie Entschließung zum European Degree Label 

 
Am 12. Mai verabschiedete der Rat der EU eine Empfehlung über ein europäisches Qualitätssicherungs- und Anerkennungssystem in der Hochschulbildung und eine Entschließung über ein Gütesiegel für einen gemeinsamen europäischen Hochschulabschluss (European Degree Label) sowie über die weiteren Schritten in Richtung eines möglichen gemeinsamen European Degrees. Ziel der Empfehlung ist es, die Qualitätssicherungssysteme in der Hochschulbildung zu verbessern, um EU-weit Vertrauen, Transparenz und transnationale Zusammenarbeit zu fördern. Enthalten sind eine Reihe gemeinsam vereinbarter europäischer Kriterien für die Vergabe eines Gütesiegels für gemeinsame Studienprogramme im Rahmen transnationaler Studienprogramme.
Zur Seite des Bildungsrates

Rat diskutiert Rolle der „Union der Kompetenzen“ im Europäischen Bildungsraum  

 
Im Zuge einer Orientierungsaussprache am 12. Mai setzten sich die Bildungsministerinnen und -minister der EU im Bildungsrat der EU mit der Initiative „Union der Kompetenzen“ (Union of Skills) auseinander. Die Union der Kompetenzen zielt darauf ab, Qualifikationen, Aus- und Weiterbildungsangebote sowie Anerkennungsverfahren innerhalb der EU besser zu verzahnen. Im Vordergrund stand die Frage, welchen Beitrag diese zur Stärkung des Europäischen Bildungsraums (EBR) leisten kann, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Vermeidung von Doppelstrukturen und übermäßiger Bürokratie gelegt wurde. Dabei hoben die Ministerinnen und Minister die Bedeutung eines ganzheitlichen und inklusiven Bildungsansatzes hervor, der Bildung nicht ausschließlich im Kontext von Arbeitsmarktorientierung und Wettbewerbsfähigkeit betrachtet. Zugleich unterstrichen sie die Notwendigkeit schlanker Governance-Strukturen unter Berücksichtigung der bestehenden Strukturen des Europäischen Bildungsraums (EBR).
Zur Seite des Bildungsrates

Von der Leyen kündigt eigenständiges FP10 an 

 

Auf der jährlichen EU-Haushaltskonferenz in Brüssel kündigte Kommissionspräsidentin von der Leyen am 20. Mai 2025 an, dass das Rahmenprogramm „Horizont Europa“ auch in 2028-2034 als selbständiges Programm bestehen bleiben wird. Allerdings soll das Programm eng mit dem Europäischen Wettbewerbsfonds verknüpft sein. „Wir brauchen einen nahtlosen Übergang von Grundlagenforschung zu angewandter Forschung zu Start-ups und zu Scale-ups“, so von der Leyen. Seit Monaten hatten sich das Europäische Parlament, die Mitgliedstaaten (Warschauer Erklärung) und diverse Stakeholder-Organisationen für ein eigenständiges, gestärktes und finanziell abgesichertes zukünftiges Rahmenprogramm eingesetzt (Link zum Artikel der Außenstelle). Welche konkreten budgetären und programmatischen Implikationen mit den Plänen der Kommission verbunden sind, bleibt abzuwarten. Dies wird in dem Vorschlag der Kommission für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen als auch in der Programmverordnung für das nächste Rahmenprogramm (2028-2034) deutlich. Beide werden im Juli veröffentlicht.
Zur Rede der Präsidentin auf der jährlichen Haushaltskonferenz 2025

Zwischenbericht von Horizont Europa 

 

Das EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont Europa (2021–2027) mit einem Budget von 93,5 Mrd. EUR gilt als bedeutender Treiber für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt. Laut der am 30. April 2025 veröffentlichten Zwischenbewertung könnte Prognosen zufolge jeder investierte Euro bis 2045 einen BIP-Zuwachs von bis zu 11 EUR bewirken. Bis Januar 2025 wurden über 15.000 Projekte mit mehr als 43 Mrd. EUR gefördert, aufgrund des starken Wettbewerbs allerdings bei einer Erfolgsquote von nur 16 %. 
 
Weitere Ergebnisse: 
 
Seit dem Start der Forschungs- und Innovationsprogramme der EU im Jahr 1984 wurden 35 Nobelpreisträger über sie unterstützt.
80% der vom European Research Council unterstützten Projekte führten zu bedeutenden wissenschaftlichen Fortschritten.
Investitionen des European Innovation Council (EIC) zogen über das Dreifache an privaten Mitteln nach sich.
Der Anteil weniger forschungsstarker Länder an Kooperationsprojekten stieg von 47% auf 58%.
Finanzhilfen in Form von Pauschalbeträgen dürften die Verwaltungskosten der Begünstigten über die gesamte Laufzeit eines Projekts um 14% bis 30% senken, was zusammengenommen Einsparungen von bis zu 63 Mio. EUR bedeutet.
In Beratungs- und Evaluierungsgremien sind über 50% Frauen vertreten; 31% der Hochschulkonsortien werden von Frauen geleitet (zuvor 24%).
Die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) gelten als qualitativ hochwertig, jedoch erschweren strenge Mobilitätsregeln, hoher Verwaltungsaufwand und geringe Flexibilität den Zugang.
Zum Horizont-Zwischenbericht

Rat billigt politische Agenda für den Europäischen Forschungsraum für die nächsten drei Jahre 

 

Mit der am 23. Mai 2025 vom Rat gebilligten Empfehlung zur politischen Agenda für den Europäischen Forschungsraum (EFR) 2025–2027 liegt ein umfassender Fahrplan vor, der zentrale Herausforderungen wie Wissensmobilität, Nachhaltigkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit adressiert – und zugleich messbare Ergebnisse sowie eine breite, freiwillige Beteiligung von Mitgliedstaaten und Interessenträgern sicherstellt. Die politische Agenda ist von zentraler Bedeutung für die Umsetzung der EFR-Prioritäten und deren Koordinierung. Sie weist eine neue Struktur und vier neue Prioritäten auf. Erstens sollte der Binnenmarkt für Wissen gestärkt werden, um die freie Zirkulation von Forschenden, Daten und Ideen zu erleichtern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken und die Fragmentierung der europäischen Forschung zu überwinden. Zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen sollte zweitens der grüne und digitale Übergang gefördert werden. Viertens und das gesellschaftliche Engagement für den doppelten Übergang erhöht werden. Drittens sollte der gleichberechtigte Zugang zu Spitzenforschung und Innovation gefördert werden. Und schließlich sollten Investitionen und Reformen in Forschung und Innovation besser koordiniert werden. Die Agenda stützt sich auf elf EFR-Strukturpolitiken und acht EFR-Maßnahmen.
Zur Seite des Rates

EU Youth Report 2024 – Einblick in die Situation junger Menschen in Europa  

 
Der Ende April 2024 veröffentlichte „EU Youth Report 2024” bietet einen prägnanten und zugleich umfassenden Einblick in die wichtigsten Herausforderungen und Trends, die das Leben junger Menschen in der EU prägen. Der Bericht adressiert ein breites Spektrum an Themen wie Beschäftigung, soziale Inklusion, politisches Engagement, Mobilität, Digitalisierung und Umweltaktivismus. 16 % der jungen Menschen in der EU (15-30 Jahre) haben in einem anderen Mitgliedstaat studiert, eine Ausbildung absolviertAusbildung absolviert oder eine Lehre abgeschlossen. Zypern und Luxemburg zeigen dabei die höchste Mobilitätsrate unter jungen Menschen (30% bzw. 25%). Über ein Drittel der jungen Menschen geben finanzielle Gründe als Barriere für die Teilnahme an einer Aktivität in einem anderen Mitgliedstaat teil. Ein weiterer häufiger Hinderungsgrund ist darüber hinaus mangelndes Interesse (28 %). Auch fehlende Informationen über bestehende Möglichkeiten (19%) sowie das Gefühl, nicht unabhängig genug zu sein, um längere Zeit im Ausland zu verbringen (17%), spielen eine Rolle. Ein ähnlich großer Anteil junger Menschen hat zudem wenig Vertrauen in die eigenen Sprachkenntnisse (15%). Der Bericht stützt sich auf Daten von Eurobarometer-Umfragen, Eurostat und dem Youth Wiki.
Zur Publikation

Cult Sitzung zur Union of Skills 

 
Am 5. Mai 2025 stellte Vizepräsidentin der EU-Kommission Roxana Mînzatu die Union der Kompetenzen vor den Ausschüssen für Beschäftigung (EMPL) sowie Kultur und Bildung (CULT) vor. Die im März veröffentlichte Initiative der EU setzt auf Investitionen, lebenslanges Lernen, den Erhalt von Kompetenzen und die Anerkennung verschiedener Ausbildungswege, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Ziel ist es, Europäerinnen und Europäern die nötigen Kompetenzen für den Wandel des Arbeitsmarktes zu vermitteln und ihre persönliche sowie demokratische Entwicklung zu fördern. Nela Riehl, Vorsitzende des CULT-Ausschusses, betonte, dass der Europäische Bildungsraum bereits eine solide Basis für strategische Initiativen und Qualitätssicherung bietet. Sie begrüßt die klaren Worte der Kommission, warnt jedoch davor, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen der Union der Kompetenzen ohne eine deutliche Budgeterhöhung nicht umsetzbar seien. Die Debatte wird dazu beitragen, die Antwort von EMPL/CULT auf die Mitteilung vorzubereiten und in die Arbeit der Ausschüsse an einer Reihe damit verbundener Dossiers einfließen, wie z.B. einem CULT-Initiativbericht über die Europäische Hochschulinitiative.
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Horizon Europe-Arbeitsprogramm 2025 und MSCA-Arbeitsprogramm 2023-2025 angenommen 

 

Das am 14. Mai 2025 verabschiedete Arbeitsprogramm 2025 für Horizont Europa stellt 7,3 Milliarden Euro für Forschung und Innovation bereit, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken, den grünen und digitalen Wandel zu fördern und globale Talente zu unterstützen. Darüber hinaus hat die Kommission das Arbeitsprogramm 2023–2025 der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) angenommen, in dem unter anderem die im Heitor-Bericht 2024 (Link) vorgeschlagene Initiative „MSCA Choose Europe for Science“ eingeführt wird. Damit will sie der Abwanderung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der Unsicherheit wissenschaftlicher Laufbahnen entgegenwirken und Europa als attraktiven Standort für exzellente Nachwuchstalente positionieren. Gefördert werden EU-kofinanzierte Programme mit einer Laufzeit von 48 bis 60 Monaten, die auf die Rekrutierung von Talenten abzielen und promovierten Forschenden herausragende Forschungs- und Karrieremöglichkeiten bieten sollen.
Zum Horizon Europe Work Programme 2025
Zum Horizon Europe Work Programme 2023-2025 MSCA

„Choose Europe“: Europäische Kommission lanciert neue Maßnahme zur weltweiten Anwerbung von Spitzenforscherinnen und -forschern 

 

Am 5. Mai 2025 stellte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an der Sorbonne in Paris die neue politische Initiative „Choose Europe“ vor. Ziel dieser Initiative ist es, die europäischen Rahmenbedingungen zu verbessern, um talentierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie hochqualifizierte wissenschaftliche Fachkräfte für Europa zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, stellt die Kommission für den Zeitraum 2025–2027 ein Finanzierungspaket in Höhe von 500 Millionen Euro vor. Laut von der Leyen sollen damit Forscherinnen und Forscher, die sich in Europa niederlassen möchten, langfristig unterstützt und mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet werden. Im Rahmen des Marie-Skłodowska-Curie-Programms werde auch ein Pilotprojekt „Choose Europe“ ins Leben gerufen, um wissenschaftliche Nachwuchskräfte in einem frühen Stadium ihrer Laufbahn anzuziehen und sie mit höheren Zulagen und längeren Verträgen zu unterstützen. Darüber hinaus sollen ein europäisches Innovationsgesetz sowie eine Strategie für Start-ups und Scale-ups Hindernisse beseitigen und die Einreise und den Aufenthalt ausländischer Forschender in Europa erleichtern. In der zweiten Hälfte des Jahres 2026 plant die Kommission zudem die Billigung eines Vorschlags für einen European Research Act, um die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung zu sichern und rechtlich zu schützen.
Zum Artikel der Außenstelle

Unterstützung der Ukraine im Bereich der Forschungsinfrastrukturen  

 

Im Jahr 2024 startete die "Horizon Europe Policy Support Facility" (PSF) eine neue Maßnahme, um der Ukraine Fachwissen und Empfehlungen zu Forschungsinfrastrukturen anzubieten. Der Abschlussbericht zu dieser Maßnahme enthält konkrete Empfehlungen für vier Bereiche Verwaltung und Management, Finanzierungssysteme, offene Wissenschaft und internationale Zusammenarbeit. 
Im Fokus der Empfehlungen für die internationale Zusammenarbeit steht unter anderem eine bessere Verbreitung von Informationen über bestehende EU-Förderinstrumente, wie etwa die speziell für die Ukraine entwickelte Initiative „Seeds of Bravery”. Die finanzielle Unterstützung durch die EU, insbesondere über die Ukraine-Fazilität, soll gezielt für den Wiederaufbau und den Ausbau der Forschungsinfrastruktur eingesetzt werden – und das bereits während des Krieges. Darüber hinaus sollte die Abwanderung von Forschenden und anderen Fachkräften hoch priorisiert werden. Es wird empfohlen, Rückkehr-Zuschüsse bereitzustellen sowie die finanzielle Unterstützung für Forschende in der Ukraine weiterzuführen und gezielt zu verbessern. Zudem sollen ukrainische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen besseren Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, zu Angeboten von Recherchezentren außerhalb der Ukraine sowie zur EU-Forschungsinfrastruktur und zu internationalen Konferenzen erhalten. Laut dem Abschlussbericht sind diese Maßnahmen entscheidend für die Stabilisierung der ukrainischen Forschung im Krieg und auch in der Nachkriegszeit. 
 
Zum Bericht

Eurodesk-Jugendinformationsumfrage 2025 

 

Die Eurodesk Youth Information Survey 2025 gibt wertvolle Einblicke in die Mobilitätsbedürfnisse junger Menschen in Europa und liefert Empfehlungen zur Verbesserung der Mobilitätsprogramme und Informationsangebote. Mobilitätserfahrungen haben einen hohen Stellenwert für junge Menschen – über 95 % bewerten sie als förderlich für ihre Bildung, persönliche Entwicklung und berufliche Perspektiven. Gleichzeitig werden bestehende Hindernisse für junge Menschen auf ihrem Weg ins Ausland sichtbar, wie ein fehlender Zugang zu Informationen sowie finanzielle und administrative Hürden. An der Umfrage beteiligten sich zwischen Oktober und November 2024 insgesamt 7.144 junge Menschen im Alter von 13 bis 35 Jahren aus über 36 europäischen Ländern.
Zum Artikel der Außenstelle
Auswärtiges

EU-UK-Gipfel: Verhandlungen über Jugenderfahrungsprogramm und Assoziierung des Vereinigten Königreichs zu Erasmus+ geplant  
 

Beim ersten Gipfeltreffen der EU und des Vereinigten Königreichs am 19. Mai einigten sich die Europäische Kommission und das Vereinigte Königreich darauf, ihre Zusammenarbeit in einer sich rasch verändernden geopolitischen Landschaft zu verstärken. Dazu wollen sie eine Reihe von Initiativen und Vereinbarungen in bestimmten Schlüsselbereichen ergreifen, darunter dem Austausch von jungen Menschen. Die Kommission und das Vereinigte Königreich haben sich darauf geeinigt, ein Jugenderfahrungsprogramm zu entwickeln, um im jeweils anderen Land zu reisen, zu arbeiten, zu studieren und Freiwilligenarbeit zu leisten, sowie auf eine Assoziierung des Vereinigten Königreichs an das Programm Erasmus+ hinzuarbeiten.
Zum Artikel der Außenstelle

Dritte EU-AU-Außenministertagung: Fokus auf Migration, Mobilität und Bildung 
 

Am 21. Mai 2025 trafen sich die Außenministerinnen und -minister der EU und der Afrikanischen Union (AU) zum dritten Mal, um die Fortschritte seit dem EU-AU-Gipfel 2022 zu bewerten und Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit auszuloten. In einem gemeinsamen Kommuniqué betonten sie ihr gemeinsames Anliegen zur Förderung legaler Migrations- und Mobilitätswege, insbesondere für Studierende, Forschende und Auszubildende, sowie der zirkulären Migration. Die Ministerinnen und Minister sprachen sich für ein verstärktes Engagement in Bildungs- und Mobilitätsprogrammen aus, um Talentpartnerschaften zu stärken, die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen zu fördern, und den Zugang zu Austauschformaten und digitalen Lernplattformen zu erweitern. Junge Menschen sowie Berufseinsteigerinnen und -einsteiger sollten beim Kompetenzerwerb in Afrika und Europa gezielt unterstützt werden. Eine engere Zusammenarbeit im Rahmen bestehender Programme wie Horizon Europe, Erasmus+, ARISE und bilateraler Forschungsinitiativen ist vorgesehen.
Zur Pressemitteilung

State of Play: EU-AU Partnerschaften im Hochschulbereich seit 2021 
 

Gegenstand der dritten EU-AU-Ministertagung war auch der vorläufige Überwachungsbericht, der vom AU-EU-Ministerausschuss für Folgemaßnahmen geprüft wurde. Dieser soll gemeinsam finalisiert und dem nächsten Gipfeltreffen vorgelegt werden. Aus dem Bericht geht hervor, dass im Rahmen der Flaggschiffinitiative der Global-Gateway-Strategie „Jugendmobilität für Afrika“ für den Zeitraum 2021 bis 2027 rund 970 Mio. EUR bereitgestellt werden. Programme wie Erasmus+, das Intra-Africa Academic Mobility Scheme sowie die seit 2022 laufende Initiative „Harmonization of African Higher Education Quality Assurance and Accreditation“ (HAQAA III) haben bisher mehr als 45.000 Austauschmaßnahmen für Studierende, Hochschulpersonal und junge Berufstätige zwischen Afrika und Europa sowie innerhalb Afrikas ermöglicht. Zudem werden regionale und kontinentale Mechanismen zur Harmonisierung im Bildungsbereich gestärkt. Erasmus+-Projekte zum Kapazitätsaufbau fördern gezielt Kompetenzen, die Investitionen in weiteren Schwerpunkten des Global-Gateway-Investitionspakets – wie grüner Wandel, Energie, Gesundheit und Digitalisierung – unterstützen. Durch Austausch und Vernetzung verbessern sich zudem die Beschäftigungschancen junger Menschen.
Zum vorläufigen Überwachungsbericht

Regionale Erasmus+-Woche 2025 für Subsahara-Afrika in Äthiopien 
 

Gegenstand der dritten EU-AU-Ministertagung war auch der vorläufige Überwachungsbericht, der vom AU-EU-Ministerausschuss für Folgemaßnahmen geprüft wurde. Dieser soll gemeinsam finalisiert und dem nächsten Gipfeltreffen vorgelegt werden. Aus dem Bericht geht hervor, dass im Rahmen der Flaggschiffinitiative der Global-Gateway-Strategie „Jugendmobilität für Afrika“ für den Zeitraum 2021 bis 2027 rund 970 Mio. EUR bereitgestellt werden. Programme wie Erasmus+, das Intra-Africa Academic Mobility Scheme sowie die seit 2022 laufende Initiative „Harmonization of African Higher Education Quality Assurance and Accreditation“ (HAQAA III) haben bisher mehr als 45.000 Austauschmaßnahmen für Studierende, Hochschulpersonal und junge Berufstätige zwischen Afrika und Europa sowie innerhalb Afrikas ermöglicht. Zudem werden regionale und kontinentale Mechanismen zur Harmonisierung im Bildungsbereich gestärkt. Erasmus+-Projekte zum Kapazitätsaufbau fördern gezielt Kompetenzen, die Investitionen in weiteren Schwerpunkten des Global-Gateway-Investitionspakets – wie grüner Wandel, Energie, Gesundheit und Digitalisierung – unterstützen. Durch Austausch und Vernetzung verbessern sich zudem die Beschäftigungschancen junger Menschen.
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Digitales

Schlussfolgerungen des Rates zum Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Wissenschaft 
 

Am 23. Mai hat der Rat der Europäischen Union Schlussfolgerungen zum Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Wissenschaft gebilligt. Darin wird eine umfassende Strategie zur Förderung der Verbreitung von KI in der Wissenschaft mit einem ethischen, nachhaltigen, inklusiven und auf den Menschen ausgerichteten Ansatz gefordert. 
Zur Seite des Wettbewerbsrates
Kurznachrichten

Erasmus+ Programm erhält Preis des Cercle d'Economia für europäische Integration

SAFE-Projekt vergibt 56 Stipendien an gefährdete Forschende

Am 7. Mai 2025 nahm Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, in Barcelona den Preis des Cercle d’Economia entgegen. Die Auszeichnung würdigt herausragende Beiträge zur europäischen Einheit und Zusammenarbeit. In ihrer Rede hob Mînzatu die Rolle von Erasmus+ bei der Förderung von Inklusion, bürgerschaftlichem Engagement und europäischer Identität hervor. Mit Blick auf die Zukunft betonte sie, dass Erasmus+ inklusiver, wirkungsvoller und zu einem festen Bestandteil der Ausbildung in Europa werden müsse – denn Investitionen in Erasmus+ seien Investitionen in Europa.
Das EU-finanzierte SAFE-Projekt, das der DAAD gemeinsam mit den europäischen Partnern Campus France, UNIMED und dem PAUSE-Programm des Collège de France umsetzt, gab am 13. Mai 2025 bekannt, dass 56 zweijährige Stipendien an gefährdete Forschende aus 15 Ländern vergeben wurden. Mithilfe des Stipendiums können Promovierende und Postdocs ihre Forschung in der EU fortsetzen bzw. beginnen. Die größten Gastgeberländer sind dabei Deutschland, Frankreich und Italien. Das SAFE-Projekt ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die innerhalb von drei Jahren mit einem Budget von 12 Millionen Euro gefährdete Forschende unterstützen und die Umsetzbarkeit eines europäischen Stipendiensystems testen soll.
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EU-Kommission rief zur Teilnahme an der #Science4EU-Kampagne auf

Anlässlich des Europatags am 9. Mai hat die Europäische Kommission die Kampagne Science4EU ins Leben gerufen, um die verbindende Rolle der Wissenschaft innerhalb Europas hervorzuheben. Bis zum 31. Mai waren Organisationen und Einzelpersonen dazu aufgerufen, ihre Beiträge zur Wissenschaft unter dem Hashtag #Science4EU sowie mit den offiziellen Kampagnenmaterialien in den sozialen Medien zu teilen.

 
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Ausschreibungen

Marie-Skłodowska-Curie-Actions 

 
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Erasmus+ Call 2025 
 
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