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Ausgabe Nr. 33 / 2020 
Energiewende
Liebe Leserinnen und Leser,
 
wie ein Turbo wirkt die COVID-19-Pandemie auf den strukturellen Wandel unserer Innenstädte und Ortszentren. Die Negativschlagzeilen über Geschäftsschließungen vieler Läden reißen nicht ab. Sie sorgen nicht gerade für gute Stimmung in unseren Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen. Andererseits erleben wir, dass sich viele Menschen in der Krise sehr verbunden zeigen mit den Cafés, Läden und Restaurants in ihrer Nachbarschaft. Vielerorts sind Gutschein- und Solidaritätsaktionen entstanden.
Jetzt in der Sommerzeit kehren viele Menschen zum Einkaufen und Verweilen in die City zurück und die Umsätze von stationärem Handel und Gastgewerbe steigen wieder zaghaft. Digitale Lösungen, wie Plattformen, Click and Collect Anwendungen oder regionale Lieferservices können einen Restart in vielen Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen der kleinen, mittleren und großen Städte erleichtern. Der DIHK hat für den Weg aus der Krise in einem offenen Diskurs einen Orientierungsrahmen für digitale Lösungen entwickelt. Mehr Infos: https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/presseinformationen/mit-digitalen-tools-raus-aus-der-krise-25686
BIDs können dazu beitragen, mit den Herausforderungen in Innenstädten und Ortszentren umzugehen. Mit dem BIDNEWs wollen wir einen kleinen Überblick geben über aktuelle Aktivitäten der BIDs, die sich sehr intensiv mit diesem Wandel beschäftigen.
 
 
Ihre Tine Fuchs
Inhalt
BID Veranstaltung
BID Webinar – BIDs Wege aus der Krise
BID International
Proudly Urban – Bericht von der IDA Conference in Baltimore 2019
BID Regional
Hamburger Senat greift die Forderungen des Bündnisses für die Innenstadt auf
BID Sand zieht Bilanz – und die Arbeiten gehen weiter
Brandenburger BID-Gesetz im Koalitionsvertrag: Jetzt wird geprüft…
Immobiliengipfel: Zukunftsfähige Innenstadt
BID Veranstaltung
BID Webinar – BIDs Wege aus der Krise

© Vladislav Zolotov/iStock/Getty Images Plus

Die Corona-Krise hat Händler, Gastgewerbe, Handwerker, Dienstleister, Kulturtreibende und Produzenten besonders stark betroffen. Sie beleben die Innenstädte und Ortszentren zu normalen Zeiten.
 
Wegen ausbleibender Kunden und angeordneter Schließungen erlebten viele von ihnen während des
Lock-Downs nun flächendeckend einen historisch einmaligen Einbruch, der selbst sehr gesunde Betriebe vor große Herausforderungen stellt: Über Nacht sank der Umsatz auf Null, monatliche Kosten für Personal, Mieten und Unterhaltung liefen aber weiter. Das löst sehr schnell große Liquiditätsprobleme aus, die die Betriebe weiterhin existentiell bedrohen.
 
Diese für kleine und mittelständische Betriebe oft existenzbedrohenden Krise schlägt auch unmittelbar auf die Immobilienwirtschaft durch. Denn insolvente Unternehmen fallen schlagartig als Gewerbemieter aus.
Hinzu kommen die vielen angekündigten Geschäftsschließungen in vielen kleinen und großen Stadtzentren.
 
Wie BIDs und Quartiersinitiativen einen erfolgreichen
Re-Start der Einkaufsstraßen und -quartiere begleiten können, wollen wir beim BID Webinar am 27. August 2020 vorstellen. Wir wollen über das Eigenengagement der Eigentümer, Gewerbetreibenden und Quartiersmanager für den eigenen Wirtschaftsstandort diskutieren und gleichzeitig Hilfsmaßnahmen für lebendige Innenstädte vorstellen.
 
Tine Fuchs DIHK e.V.
Phone: 0049 30 20308-2105
mailto: fuchs.tine@dihk.de
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BID International
Proudly Urban – Bericht von der IDA Conference in Baltimore 2019

© Tine Fuchs

Bei der 65. Jahreskonferenz der International Downtown Association (IDA) vom 28.- 30. Oktober 2019 in Baltimore standen die demografische Entwicklung, Digitalisierung und der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Innenstädte und Quartiersentwicklung im Fokus. Weltweit sind viele Städte nicht nur von Wanderungsbewegungen oder Klimakatastrophen, beispielsweise durch Überschwemmungen betroffen, sondern auch von Alterungs-, Diversifizierungs- und Abwanderungsprozessen. Um den sogenannten „Donut-Effekt“ zu vermeiden, also das Herausziehen junger Familien in das Umland bei gleichzeitigem Schließen von Einzelhandels- und Dienstleistungsangeboten in den Stadtzentren, gibt es zahlreiche Aktivitäten. Als Five-Star Family Aktivitäten für attraktive Stadt- und Quartierszentren wurden von der IDA in Baltimore identifiziert:
 
- die Bereitstellung von großzügigem, bezahlbaren Wohnraum,
- die familienfreundliche Gestaltung von Straßen und Stadtplätzen,
- die Schaffung eines grünen Umfelds,
- die fußläufige Erreichbarkeit von Infrastrukturangeboten
o nicht nur von Kitas und Schulen,
o sondern auch einer guten ärztlichen Versorgung und Krankenhäusern,
o und eine Vielzahl von Kindern in der Nachbarschaft.
 
Das sind die gleichen Kriterien, die bundesweit auch gerade für kleine und mittlere Städte in den ländlichen Räumen gelten. Demensprechend können die Erkenntnisse und Erfahrungen hier durchaus übertragen werden – sowohl für die Eigeninitiative von Gewerbetreibenden und Eigentümern im Rahmen von BIDs, als auch von Bund, Ländern und Kommunen angestoßenen Quartiersentwicklungen.
 
Tine Fuchs DIHK e.V.
Phone: 0049 30 20308-2105
mailto: fuchs.tine@dihk.de
 
 
BID Regional
Hamburger Senat greift die Forderungen des Bündnisses für die Innenstadt auf

© Handelskammer Hamburg

Mit einem Standpunktepapier „Bündnis für die Innenstadt“ hatten sich im Oktober 2019 die Handelskammer und sechs Verbände - das City Management Hamburg, der DEHOGA Hamburg Hotel- und Gaststättenverband e. V., der Handelsverband Nord e. V., der Tourismusverband Hamburg e. V., der Trägerverbund Projekt
Innenstadt e. V. und der VMG Verband der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Nord e. V. die Politik aufgefordert, sich mehr als bisher für eine attraktive Innenstadt zu engagieren. Das Standpunktepapier verweist auf die Investitionen der Grundeigentümer von 53,4 Millionen Euro in den BIDs (seit 2005) und fordert die Bürgerschaft und den Senat auf, ein Investitionsprogramm für die Innenstadt aufzulegen, mit dem u.a. die Gestaltung von Straßen und Plätzen umfasst.
 
Anfang Februar, wenige Wochen vor den Bürgerschaftswahlen, hat der Senat die Forderungen unseres Bündnisses aufgegriffen und ein „Maßnahmenprogramm zur Aufwertung der Innenstadt“ vorgestellt, das u.a. die Neugestaltung mehrerer Plätze umfasst. So soll in der gesamten Innenstadt mehr Platz für Fußgänger geschaffen werden. Auch möchte der Senat den Jungfernstieg nur für den Busverkehr und Taxen sowie für Fußgänger und Radfahrer vorbehalten. Ob es so kommt oder ob der Dialogprozess zwischen Politik, Verwaltung eine andere Lösung ergibt, wird sich zeigen. Bisher aber deutet alles darauf hin, dass das gemeinsame Handeln des Bündnisses jetzt Früchte trägt. Die Forderungen des Bündnisses werden jetzt weiter konkretisiert, so dass sie in die Koalitionsvereinbarung, die in Kürze erarbeitet werden wird, einfließen können.
 
Heiner Schote
Handelskammer Hamburg
E-Mail: heiner.schote@hk24.de
Tel.: +49 40 36138-275
 
 
BID Sand zieht Bilanz – und die Arbeiten gehen weiter

© Handelskammer Hamburg

Das BID Sand/Hölertwiete in der Harburger Innenstadt, hatte sich zum Ziel gesetzt, den zentralen Bereich dieses Quartiers, mit dem historischen Marktplatz und einer kleinen Fußgängerzone in der Harburger Innenstadt neuzugestalten. Hierfür haben sich die Grundeigentümer ein Budget von 848.000 Euro bereitgestellt, so dass das BID im August 2016 seine Arbeit aufnehmen konnte. Zuvor hatten sich die Grundeigentümer auf das Citymanagement Harburg als Aufgabenträger verständigt.
 
Deutlich höher ist dagegen der Anteil der Stadt Hamburg, die ca. 1,1 Millionen Euro im Rahmen der Städtebauförderung (Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung, RISE) und weitere ca. 1,1 Millionen Euro aus Mitteln des Bezirksamts Harburg übernimmt. So wurde es möglich, dass das Quartier rund um das Wochenmarktareal komplett neugestaltet wird.
 
Ganz neu wird auch die Bebauung auf der Westseite des Marktplatzes, wo ein in die Jahre gekommenes Gebäude abgerissen wird. Hier errichtet die AVW Immobilien AG ein neues Gebäude mit Einzelhandel, Gastronomie und seniorengerechten Wohnungen.
 
Im Laufe der Jahrzehnte wurden die öffentlichen Räume im Quartier rund um den Sand durch viele verschiedene Bodenbeläge und Stadtmöbel stark verunstaltet. Hiermit räumt die Neugestaltung mit einem landschaftsplanerischen Entwurf des Hamburger Freiraum-planungsbüros Arbos jetzt auf. Die Arbeiten kamen allerdings nicht so schnell wie geplant in Gang - auch wegen der boomenden Baukonjunktur, die mehr Ausdauer bei den Ausschreibungen erforderte. Trotz der Verzögerungen profitieren die Grundeigentümer und die dort ansässigen Unternehmen viel stärker von der Neugestaltung als dies zu Beginn der BID-Laufzeit zu erwarten war. Noch laufen die Bauarbeiten, aber im Laufe dieses Jahres werden sich der Sand und die Hölertwiete ganz neu präsentieren.
 
Melanie-Gitte Lansmann
Citymanagement Harburg
 
Heiner Schote
Handelskammer Hamburg
E-Mail: heiner.schote@hk24.de
Tel.: +49 40 36138-275
 
 
Brandenburger BID-Gesetz im Koalitionsvertrag: Jetzt wird geprüft…

© Teka77/iStock/Getty Images Plus

 
Die IHKs in Brandenburg haben sich bereits seit einiger Zeit für ein BID-Gesetz eingesetzt. Diese Forderung wurde von der rot-schwarz-grünen Koalition in Brandenburg in ihr Aufgabenportfolio für die aktuelle Legislaturperiode aufgenommen. Im Koalitionsvertrag heißt es: „Wir prüfen die Anwendung des Instrumentes „Business Improvement Districts“ (BID) zur Revitalisierung und Aufwertung von historisch gewachsenen Geschäftslagen.“ Geprüft werden soll dies an einem Pilotprojekt. Die IHK Potsdam hat in Neuruppin Akteure aus Händlern, Eigentümern, Stadtmarketing und Verwaltung für ein solches Pilotprojekt gewinnen können, damit die Ausgestaltung des Brandenburger Gesetzes möglichst praxisnah erfolgt – und BID-Projekte ermöglicht, nicht verhindert.
 
Malte Gräve
IHK Potsdam
E-Mail: malte.graeve@ihk-potsdam.de
Tel. +49 (0)331 2786-453
 
 
Immobiliengipfel: Zukunftsfähige Innenstadt

© Medvedkov/iStock/Getty Images Plus

28.10.2019 in Lübeck
 
Im Fokus der IHK-Veranstaltung mit Stadt, Wirtschaftsförderung, Kaufmannschaft und Lübeck Management stand, neben der städtebaulichen Entwicklung der Lübecker Innenstadt, das veränderte Konsumverhalten und die daraus entstehenden Folgen für innerstädtische Einzelhandelsflächen. Ein weiterer Fokus wurde auf das Thema BID bzw. PACT, wie es in Schleswig-Holstein heißt, gelegt.
 
Um den teilnehmenden Immobilienbesitzern und -maklern einen plastischen Einstieg in das Thema zu geben, stellte die IHK zu Lübeck in einem Vortrag verschiedene Initiativen aus ganz Deutschland vor. Ziel war es, den Zuhörern aufzuzeigen, wie unterschiedlich die Herangehensweisen sein können. Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Eigeninitiative.
 
Im Anschluss fand eine Diskussion über die Möglichkeiten von Stadt und Eigentümern zur Stärkung der Innenstadt statt. Thematisiert wurden konkrete Entwicklungen und Vorhaben wie die Verlagerung der Stadtverwaltung in eine nahezu leerstehende Einkaufspassage in der Innenstadt. Auch ein möglicher Zusammenschluss von Eigentümern eines Abschnittes der Fußgängerzone wurde angesprochen.
Die IHK zu Lübeck möchte auch zukünftig mit regionalen Partnern das Thema PACT weiter unterstützen und in die Fläche tragen.
 
Inga Weitemeyer
IHK zu Lübeck
E-Mail: weitemeyer@ihk-luebeck.de
Tel.: 0451 6006-173
 
 
 
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