    | | Die Woche in Brüssel: Allianz mit Kanada +++ Ratspräsident Costa in Berlin +++ Innovation Act
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Liebe Leserinnen und Leser,
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| die europäische Sommerpause ist offiziell vorbei und Brüssel bereitet sich auf die jährliche Rede zur Lage der Union vor, die die Kommissionspräsidentin an diesem Mittwoch vor dem Europäischen Parlament halten wird. Mit in Straßburg dabei: Kanadas Premierminister Mark Carney, der Anfang des Jahres für eine „Allianz der Mittelmächte“ geworben hatte. Eine engere Partnerschaft zwischen der EU und Kanada soll am Gipfeltreffen der beiden Regionen am 29. und 30. Oktober in Montreal skizziert werden und unter anderem Kooperationen zu Innovation und Rohstoffen beinhalten. Zwischen dem 25. August und dem 17. September reist der Präsident des Rates, António Costa, in die meisten Hauptstädte der EU, um mit den Staats- und Regierungschefs die Ausrichtung und die Prioritäten für die kommenden Monate festzulegen. Seine Vision für die gemeinsame Arbeit legte er vor Antritt der Reise in einem Gastbeitrag dar. Den großen Schwerpunkt der Gespräche bildet der zukünftige Mehrjährige Finanzrahmen. Ziel ist es, die Verhandlungen bis Ende 2026 abzuschließen. Das bekräftigten auch Bundeskanzler Merz und Costa nach ihrem Treffen am 9. September. Costa bedankte sich bei Merz für Deutschlands Investitionen in die Verteidigung und unterstrich, die EU brauche einen modernisierten Haushalt, der auch die Ankurbelung der Industrie sowie die Unterstützung von Innovation ermögliche. Die DIHK hatte sich im Vorfeld des Treffens für klare Prioritäten eingesetzt. „In den anstehenden Verhandlungen muss eine Frage im Mittelpunkt stehen: Wie stärken wir Europas Wettbewerbsfähigkeit?“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Entscheidend sei auch, „dass die Mittel dort ankommen, wo sie die größte Wirkung entfalten. Projekte sollten konsequent nach Qualität und Erfolgsaussichten ausgewählt werden.“ Nur so könne jeder eingesetzte Euro möglichst viel dazu beitragen, die Wirtschaftsstandorte in Europa zu stärken. Nach der ersten regulären Kollegiumssitzung nach dem Sommer wurden mehrere neue Gesetze vorgestellt, darunter das Innovationsgesetz. DIHK-Bereichsleiter Sebastian Bolay unterstrich die Bedeutung der Initiative: „Mit dem European Innovation Act greift die Europäische Kommission ein zentrales Anliegen der deutschen Wirtschaft auf: Innovationen zu fördern und den Zugang zu ihrer Finanzierung zu erleichtern. Gerade vor dem Hintergrund der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen und der zuletzt zurückhaltenden Investitionen in Forschung und Entwicklung sind die Erwartungen der deutschen Unternehmen an Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit hoch.“ Jetzt käme es darauf an, die Instrumente zügig und praxisnah auszugestalten, mahnte Bolay. Nur so könne der European Innovation Act zu konkreten Verbesserungen für Unternehmen beitragen. Mehr dazu im Artikel von Lorenz Kramer. Auf EU-Ebene stehen in dieser Woche mehrere Termine an: Die Europäische Kommission will ihr Paket zur fairen Arbeitskräftemobilität vorlegen. In Dublin findet unter irischer Ratspräsidentschaft zudem das informelle Ministertreffen zu Kohäsion sowie Wirtschaft und Finanzen statt. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in einen wirtschaftspolitisch richtungsweisenden Herbst! Ihre Freya Lemcke Leiterin der DIHK Brüssel
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| | Arbeiten, wo der Puls Europas schlägt |  |
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| Fachleute für Bildungs- und Beschäftigungspolitik sowie Umwelt- und Rohstoffpolitik gesucht Die DIHK-Repräsentanz Brüssel sucht engagierte Mitarbeitende. Interessieren Sie sich für Themen rund um Berufliche Bildung, Arbeitsmarktpolitik oder Fachkräftesicherung? Oder haben Sie bereits vertiefte Kenntnisse? Dann bewerben Sie sich hier auf die Stelle als Referentin/Referent für Europäische Bildungs- und Beschäftigungspolitik. Oder ist die Umwelt- und Rohstoffpolitik Ihr Fachgebiet? Dann bewerben Sie sich auf die Stelle als Referentin/Referent für Europäische Umwelt- und Rohstoffpolitik. Es erwartet Sie ein spannendes, teamorientiertes Arbeitsumfeld im Europaviertel Brüssels. Alle weiteren Infos finden Sie in den verlinkten Stellenausschreibungen, die Sie auch gern weiterleiten können.
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| | European Innovation Act veröffentlicht |  |
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|  ©Issarawat Tattong / Moment / Getty Images
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| | Mit dem kürzlich veröffentlichten Vorschlag für einen European Innovation Act will die Europäische Kommission den Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und wachsende Unternehmen erleichtern.
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| | Wachstumsfinanzierung: Scaleup Europe Fund startet |  |
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|  ©anyaberkut / iStock / Getty Images
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| | Der milliardenschwere Scaleup Europe Fund der Europäischen Kommission ist nun vollständig eingerichtet und kann erste Investitionen in vielversprechende europäische Wachstumsunternehmen, sogenannte Scale-ups, tätigen.
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| | Charter of Access: Besserer Zugang zu Forschungsinfrastrukturen für Unternehmen |  |
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|  ©gorodenkoff / iStock / Getty Images Plus
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| | Die Europäische Kommission hat eine neue "Charter of Access" für industrielle Nutzer von Forschungs- und Technologieinfrastrukturen verabschiedet. Ziel ist es, Unternehmen – insbesondere Start-ups und Scale-ups – einen schnelleren und einfacheren Zugang zu hochmodernen Forschungs- und Technologieinfrastrukturen zu ermöglichen.
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| | Anhörung zum Industrial Accelerator Act im Europäischen Parlament |  |
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|  ©Westend61 / Westend61 / Getty Images
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| | Die federführenden Ausschüsse des Europäischen Parlaments haben die Beratung zum Industrial Accelerator Act vertieft. Im Mittelpunkt standen Vorgaben für "Made in Europe", Investitionsanreize und die Frage, wie Leitmärkte Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit in Europa stärken können.
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| | ETS-Reform: Neue Weichen für Emissionshandel und Industrie |  |
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|  ©Rafmaster / Creative / Getty Images
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| | Die Europäische Kommission hat am 17. Juli Vorschläge zur Reform des EU-Emissionshandels (EU ETS) vorgelegt. Vorgesehen sind unter anderem Anpassungen des Reduktionspfads, die Einbindung internationaler Zertifikate und Kohlenstoffentnahmen sowie die Fortführung kostenloser Zuteilungen unter neuen Bedingungen.
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| | Mehr Wettbewerb, aber kein Rückzug – Mehr Druck aus China für deutsche Unternehmen |  |
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|  ©Yaorusheng / Moment / Getty Images
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| | Die Konkurrenz durch chinesische Anbieter wird für deutsche Unternehmen zunehmend zur Herausforderung: Eine DIHK-Sonderumfrage unter rund 1.300 Unternehmen verdeutlicht die Folgen nicht nur für das wichtige China-Geschäft ebenso wie für den Industriestandort Deutschland insgesamt.
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| | Corona-Wiederaufbauhilfe: Drittletzte Frist verstrichen |  |
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|  ©saulgranda / Moment / Getty Images
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| | Das seit Mitte 2021 laufende Corona-Wiederaufbau-Programm NextGenerationEU kommt an sein Ende: Bis zum 31. August 2026 konnten die Mitgliedstaaten Änderungen an ihren Wiederaufbauprogrammen vom Rat genehmigt bekommen.
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| | Handelsbeziehungen zwischen EU und VAE im Fokus |  |
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| Der hochrangige Besuch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am 9. und 10. September in Berlin hat neue Impulse für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland, der EU und den VAE gesetzt. Die DIHK sieht darin eine Chance, auch die laufenden Verhandlungen über ein EU-VAE-Handelsabkommen politisch voranzubringen. Im Fokus stehen aus Sicht der DIHK vor allem ein besserer Marktzugang für Waren und Dienstleistungen, der Abbau regulatorischer Hürden sowie verlässliche Regeln für Investitionen und den digitalen Handel. Das geht aus einem aktuellen Impulspapier der DIHK hervor, das Sie hier abrufen können.
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| | EU-Rechnungshof: Verteidigungsbereitschaft bis 2030 bleibt herausfordernd |  |
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| Trotz steigender Verteidigungsausgaben und zahlreicher neuer EU-Initiativen bleibt das Ziel einer vollständigen europäischen Verteidigungsbereitschaft bis 2030 schwer erreichbar. Zu diesem Ergebnis kommt der Europäische Rechnungshof (ECA) in einer aktuellen Analyse der EU-Verteidigungspolitik. Die Prüfer sehen Chancen für mehr Innovation, höhere Produktionskapazitäten und eine stärkere Zusammenarbeit der europäischen Verteidigungsindustrie. Gleichzeitig warnen sie vor anhaltenden Schwächen wie fragmentierten nationalen Systemen, Engpässen in den Lieferketten, komplexen Governance-Strukturen und einer Abhängigkeit von außereuropäischen Lieferanten. Der Rechnungshof fordert daher eine bessere Koordinierung der europäischen und nationalen Investitionen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel zu erhöhen.
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| | EU-Kommission startet Konsultation zu Forschungspartnerschaften ab 2028 |  |
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| Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zur Zukunft der europäischen Forschungspartnerschaften im nächsten Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe 2028-2034 gestartet. Im Fokus stehen Joint Undertakings, Initiativen nach Artikel 185 AEUV sowie die künftigen thematischen Prioritäten der Partnerschaften. Mit der Konsultation will die Kommission Ideen sammeln, wie die Partnerschaften stärker zur Wettbewerbsfähigkeit Europas beitragen, private Investitionen mobilisieren und den Weg von Forschung bis zur Markteinführung besser unterstützen können. Zudem sollen die Partnerschaften künftig enger mit dem geplanten European Competitiveness Fund (ECF) verzahnt werden. Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verbände und weitere Interessenträger können sich bis zum 16. Oktober 2026 beteiligen. Die Ergebnisse fließen in die Folgenabschätzung und die Ausgestaltung der künftigen Partnerschaftslandschaft ein.
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| | Agenda zu den Sitzungen der EU-Institutionen |  |
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| Die Termine von Montag, 14. September bis Freitag, 18. September 2026.
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| 2,9 ...
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| Nach zwei Jahren rückläufiger Entwicklung hat die Industrieproduktion in der EU 2025 wieder zugelegt. Der Wert der verkauften Industrieproduktion stieg preisbereinigt um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und verzeichnete damit erstmals seit 2022 wieder ein Wachstum. Besonders stark entwickelte sich die Produktion von Nahrungsmitteln (+3,8 Prozent), gefolgt vom Maschinenbau (+3,3 Prozent). Auch die Automobilindustrie legte leicht zu (+0,6 Prozent). Dagegen verzeichneten die Chemieindustrie sowie die Metallverarbeitung erneut Rückgänge. In nominalen Preisen stieg der Wert der EU-Industrieproduktion von 5,87 Billionen Euro im Jahr 2024 auf 6,09 Billionen Euro im Jahr 2025.
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| Herausgeber: Vertretung der Deutschen Industrie- und Handelskammer bei der Europäischen Union 19 A-D, Avenue des Arts B–1000 Bruxelles Telefon +32 2 286-1611 Fax +32 2 286-1605
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| | Verantwortlich für die Endredaktion: Susanne Schraff
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