    | | Die Woche in Brüssel: EU-Indien Handelsabkommen +++ Konjunkturdaten Eurozone +++ 3. Nordsee-Gipfel
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Liebe Leserinnen und Leser,
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| der wirtschaftspolitische Fokus in Europa lag letzte Woche klar auf dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien. Nach fast 20 Jahren Verhandlungen will die EU mit dem Abkommen ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu einem der wachstumsstärksten Märkte der Welt deutlich vertiefen – es geht um einen gemeinsamen Markt von fast zwei Milliarden Menschen. Der Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen soll den Austausch von Waren und Dienstleistungen erleichtern, neue Absatzmärkte für europäische Unternehmen eröffnen und langfristig Wachstum sowie Beschäftigung fördern. Gleichzeitig stärkt das Abkommen die strategische Position der EU in einer zunehmend fragmentierten Weltwirtschaft, indem es die Abhängigkeit von einzelnen Handelspartnern reduziert und neue Partnerschaften aufbaut. Als einen echten Game-Changer bezeichnete DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier das Abkommen. Es könne die zum Teil beachtlichen Zollsätze und Handelshürden, die beim Eintritt zum indischen Markt für unsere Unternehmen zu beachten sind, helfen abzubauen. Was das genau für die Unternehmen bedeutet, lesen Sie in dem Beitrag von Klemens Kober. Die aktuellen Konjunkturdaten der Eurozone zeichnen ein insgesamt positives Bild. Trotz geopolitischer Spannungen, hoher Zinsen und globaler Unsicherheiten zeigt sich die europäische Wirtschaft weiterhin robust. 2025 betrug das Wachstum etwa 1,3 Prozent. Treiber der Entwicklung war vor allem Spanien, während Deutschland, Frankreich und Italien moderate, aber positive Zuwächse verzeichneten. Das solide Wachstum unterstreicht die Widerstandsfähigkeit der Eurozone. Ende Januar fand in Hamburg der dritte Nordsee-Gipfel mit Fokus auf die Kooperation europäischer Mitgliedstaaten bei der Windenergie auf See. Die teilnehmenden Staaten haben konkrete Maßnahmen verabschiedet. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Stärkung der regionalen Koordination und Finanzierung des Ausbaus von Offshore-Windparks und den dazugehörigen Stromnetzen. Neben Deutschland nahmen neun europäische Staaten, die NATO, die Europäische Kommission sowie Unternehmensvertreter teil. Was genau vereinbart wurde, lesen Sie in dem Beitrag von Marlon Hilden-Gejadze. Das Thema Wettbewerbsfähigkeit beschäftigt die Mitgliedstaaten und die zyprische Ratspräsidentschaft beim informellen Wettbewerbsfähigkeitsrat in Zypern: Ein Jahr nach Vorlage des Competitiveness Compass sollen die Minister morgen den Fortschritt bei der Umsetzung des Compass bewerten und Vorschläge für schnellere und wirksamere Maßnahmen erarbeiten. Bei dem informellen Treffen der EU-Umwelt- und Klimaminister stehen diese Woche Europas Wasser- und Klimaresilienz im Mittelpunkt. Hintergrund sind die zunehmende Wasserknappheit und die sich verschärfenden Klimafolgen. Diskutiert werden insbesondere die Umsetzung der Europäischen Wasserresilienzstrategie, die Ausarbeitung des neuen Europäischen Klimaanpassungsplans sowie die stärkere Verankerung von Wasserresilienz in zentralen Politikbereichen wie Landwirtschaft, Tourismus, Energie und der Klimagesetzgebung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kreislaufwirtschaft, aufbauend auf dem Winterpaket der Europäischen Kommission vom Dezember 2025, mit Fokus auf Kunststoffrecycling, Marktbedingungen für Recyclingmaterialien sowie die Vorbereitung des geplanten EU-Gesetzes für Kreislaufwirtschaft. Ihre Freya Lemcke Leiterin der DIHK Brüssel
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| | Verhandlungsdurchbruch beim EU-Indien Abkommen |  |
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|  ©sunyaluk / iStock /Getty Images
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| | Am 27. Januar wurde nach knapp 20 Jahren Verhandlungen ein bilaterales Handelsabkommen zwischen der EU und Indien geschlossen.
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| | Ein Jahr neue US-Regierung: Herausforderung transatlantischer Handel |  |
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|  ©SunnyGraph / Getty Images
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| | Seit rund zwölf Monaten ist in den transatlantischen Handelsbeziehungen vor allem eines sicher: eine große Unsicherheit. Deutschland und die EU müssen jetzt dringend an ihrer Souveränität arbeiten. Neue, stabile Kooperationen können helfen, strategische Abhängigkeiten zu verringern. Zugleich gilt es, die Reform der Welthandelsorganisation voranzutreiben.
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| | Nordsee-Gipfel 2026: Offshore-Windenergie durch grenzüberschreitende Projekte |  |
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|  ©FreddyTb/ iStock / Getty Images
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| | Neun europäische Nordsee-Anrainerstaaten haben sich Ende Januar in Hamburg verpflichtet, durch gemeinsame Projekte bis zu 100 Gigawatt (GW) Offshore-Windenergie zu erzeugen.
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| | Bundesregierung legt Position zu Horizon Europe ab 2028 vor |  |
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|  ©Yuichiro Chino / Moment /Getty Images
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| | Die Europäische Kommission plant, das Budget für das nächste EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizon Europe 2028–2034, auf rund 175 Milliarden Euro nahezu zu verdoppeln – ein klares Signal für die zentrale Rolle von Forschung und Innovation bei der Sicherung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.
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| | Längerfristiges EU-Budget ab 2028 |  |
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|  ©the_burtons / Moment /Getty Images
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| | Im Januar hat der Europäische Rechnungshof (EuRH) drei Stellungnahmen zu den Kommissionsplänen für den EU-Haushalt 2028-2034, dem Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR), veröffentlicht.
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| | SAFE: EU-Kommission genehmigt Verteidigungsinvestitionen für 16 Mitgliedstaaten |  |
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|  ©Stadtratte / iStock / Getty Images Plus
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| | Die EU-Kommission genehmigt rund 113 Milliarden Euro an Investitionen zur Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie.
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| | Webinar „Das EU-Indien Freihandelsabkommen im Fokus: Ein Mega-Deal?“ |  |
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| Die DIHK, die AHK Indien und das India Desk Netzwerk in Deutschland laden zum Webinar „Das EU-Indien Freihandelsabkommen im Fokus: Ein Mega-Deal?“ am 18. Februar 2026 von 10:00-11:00 Uhr ein. Diskutiert werden folgende Fragen: Was bedeutet das für Unternehmen in Europa und Indien? Welche Marktchancen eröffnen sich in Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, Automobil, Pharma, IT und erneuerbare Energien? Und welche Herausforderungen – von regulatorischen Fragen bis hin zu geoökonomischen Aspekten – müssen berücksichtigt werden? Nutzen Sie die Gelegenheit und erfahren Sie mehr über die aktuellen Entwicklungen und Chancen für deutsche Unternehmen von Vertretern der Deutschen Botschaft in Delhi, der DIHK, der EU-Kommission (DG TRADE) und der Deutsch-Indischen Handelskammer (AHK Indien). Bitte melden Sie sich hier an.
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| | Fiscalis-Programm: EU-Kommission stellt Zwischenbericht vor |  |
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| Die Europäische Kommission hat Ende Januar eine Zwischenbewertung des Fiscalis-Programms 2021-2027 vorgelegt. Dieser Bericht bestätigt die große Bedeutung des Programms für die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Steuerbehörden. Die Förderung stärkt die Steuerpolitik, bekämpft Steuerbetrug und fördert die Digitalisierung, um den Verwaltungsaufwand für Bürger und Unternehmen zu verringern. Das Programm war Teil des langfristigen EU-Haushalts in der Finanzierungsperiode von 2021 bis 2027. Es ist eine der wichtigsten Initiativen zur Unterstützung der Umsetzung der EU-Steuerpolitik. Fiscalis unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Entwicklung und dem Betrieb transeuropäischer IT-Steuersysteme. Die Teilnehmerländer arbeiten zusammen, um den EU-Binnenmarkt auch im Steuerrecht zu vervollständigen. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Bekämpfung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung.
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| | EU-Taskforce zur Stärkung der Einfuhrkontrollen |  |
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| Die Europäische Kommission hat am 27. Januar 2026 eine Taskforce eingerichtet, um sicherzustellen, dass Einfuhren von Lebens- und Futtermitteln aus Drittländern den EU-Standards entsprechen. Die Taskforce wird sich insbesondere mit der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit, Pestizidrückständen und koordinierten EU-Überwachungsmaßnahmen für bestimmte eingeführte Erzeugnisse befassen.
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| | Mehr technologische Souveränität für Europa |  |
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| Bereits im Sommer 2025 wurde im Industrie-Ausschuss des EU-Parlaments an einem Bericht über die technologische Souveränität Europas gearbeitet. Dieser wurde nun mit 471 zu 68 Stimmen bei 71 Enthaltungen angenommen. Der Bericht behandelt viele Themen – digitale Infrastruktur, Cloud, KI, Chips, Rechenzentren, Standardisierung und mehr. Kernforderung ist, die Souveränität Europas in den Mittelpunkt der EU-Politik zu stellen und Abhängigkeiten stärker als bisher zu evaluieren und reduzieren.
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| | Agenda zu den Sitzungen der EU-Institutionen |  |
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| Die Termine von Montag, 02. Februar bis Freitag, 06. Februar 2026.
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| | Zahl der Woche |  |
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| 650 …
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| ... Millionen Euro stellt die Europäische Kommission an Zuschüssen aus der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) zur Finanzierung von 14 grenzüberschreitenden Energieinfrastrukturprojekten bereit. Diese Projekte sollen eine entscheidende Rolle bei der Stärkung der Energieversorgungssicherheit der EU, der Integration erneuerbarer Energien und damit der Wettbewerbsfähigkeit Europas spielen. Aus Deutschland sind die beiden Projekte aus Gronau-Epe RWE und Uniper Green Wilhemshaven mit dabei.
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| Herausgeber: Vertretung der Deutschen Industrie- und Handelskammer bei der Europäischen Union 19 A-D, Avenue des Arts B–1000 Bruxelles Telefon +32 2 286-1611 Fax +32 2 286-1605
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| | Verantwortlich für die Endredaktion: Susanne Schraff
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