    | | Die Woche in Brüssel: US-Zollachterbahn +++ Mercosur-Bremse +++ DIHK-WTO-Papier
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Liebe Leserinnen und Leser,
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| nachdem US-Präsident Trump am vorletzten Samstag acht europäischen Staaten gegenüber neue Zölle als Reaktion auf deren Haltung zum Grönland-Konflikt angekündigt hatte, trafen sich Ende der Woche die Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel, um Reaktionen zu besprechen. Kritik zu den Ankündigungen gab es auch aus Wirtschaft: Politisch höchst umstrittene Ziele würden in inakzeptabler Weise mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen verknüpft, kommentierte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier das Vorgehen Trumps, und das zu Lasten deutscher sowie anderer europäischer Unternehmen und amerikanischer Verbraucher. Die Europäische Union müsse jetzt geschlossen handeln, sie dürfe sich nicht auseinander dividieren lassen, so Treier weiter: „Wirtschaftlichem Zwang gegen einzelne Mitgliedstaaten kann Brüssel nur mit einer klaren und gemeinsamen Haltung begegnen.“ Nach intensiven Verhandlungen wurde die Zollandrohung zurückgenommen. Die Staats- und Regierungschefs bewerteten dies als positiv und gaben zum Ziel aus, die Handelsbeziehungen mit den USA zu stabilisieren. Die aktuelle Unsicherheit sei Gift für die transatlantische und weltweite Handelspolitik sowie den Erfolg unserer Unternehmen im transatlantischen Handel, kommentierte auch Volker Treier die Entwicklungen. Es sei entscheidend, dass man mit dem nach wie vor wichtigen Wirtschaftspartner USA zu einer berechenbaren Handelsbeziehung zurückfände. Parallel dazu bleibe es unerlässlich, dass die EU strategische Abhängigkeiten konsequent abbaue – etwa durch weitere Handelsabkommen, so Treier weiter. Zumindest beim EU-Mercosur-Abkommen gab es hier – nur vier Tage nach der Unterzeichnung durch die Mercosur-Staaten und der EU – eine weitere Verzögerung: Die mit knapper Mehrheit zustande gekommene Entscheidung des Europäischen Parlaments, das Abkommen durch den Europäischen Gerichtshof prüfen zu lassen, kann die Ratifizierung erheblich verschieben. Diese Entscheidung untergrabe die Glaubwürdigkeit der EU, sie schwäche ihre Position in allen internationalen Verhandlungen, kommentierte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die Entscheidung. Gerade jetzt brauche man ein geeintes Europa, das entschlossen und verlässlich auf stabile Handelspartnerschaften in wichtigen Weltregionen hinarbeitet. Lassen Sie uns optimistisch in eine neue Woche starten, die hoffentlich weniger turbulent und dafür mehr von wirtschaftspolitischem Pragmatismus geprägt ist. Ihre Freya Lemcke Leiterin der DIHK Brüssel
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| | Ratifizierung des EU-Mercosur-Abkommens verzögert |  |
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|  ©Anadolu / Anadolu / Getty Images
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| | Das Europäische Parlament hat am 21. Januar 2026 mit 334 Ja-Stimmen, 324 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen beschlossen, den Europäischen Gerichtshof zu ersuchen, zu prüfen, ob das EU-Mercosur-Abkommen mit den EU-Verträgen vereinbar ist.
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| | "Die deutsche Wirtschaft ist angewiesen auf offene Märkte und faire Regeln" |  |
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|  ©Fabrice Coffrini / Kontributor / Getty Images
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| | Die Welthandelsorganisation (WTO) bietet das Grundgerüst für den Außenhandel mit 166 Ländern, die 98 Prozent des Welthandels ausmachen. Doch zuletzt wird die WTO zunehmend in Frage gestellt.
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| | "European Innovation Act" – Innovation soll in der EU einfacher und besser werden |  |
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|  ©SunnyGraph / Getty Images
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| | Damit die Unternehmen der EU ihre Innovationskraft auch in Markterfolge umsetzen können, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Der für März 2026 geplante "European Innovation Act" soll den Weg ebnen – etwa über den Abbau von Bürokratie oder die öffentliche Beschaffung. Was dabei zu beachten ist.
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| | "Enjoy, it’s from Europe!": Neue Kampagnen zur Absatzförderung für EU-Produkte |  |
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|  ©fcafotodigital / iStock / Getty Images
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| | Seit dem 22. Januar 2026 läuft die aktuelle Ausschreibung der Europäischen Kommission für Kampagnen und Veranstaltungen, mit denen hochwertige EU-Agrarerzeugnisse und Lebensmittel innerhalb der EU und weltweit beworben werden sollen. Dafür stehen 160 Millionen Euro Förderung in Form von Zuschüssen und Kofinanzierung bereit.
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| | Risikokapital- und Wachstumskapitalfonds im EU-Binnenmarkt |  |
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|  ©Manuel Breva Colmeiro / Moment / Getty Images
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| | Die EU-Kommission hat zwei Befragungen gestartet, um bestehende Hindernisse für Risikokapital- und Wachstumskapitalfonds im EU-Binnenmarkt zu identifizieren und abzubauen.
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| | Mehr Cybersicherheit für Unternehmen? Lieferkette im Fokus |  |
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|  ©Yuichiro Chino / Moment / Getty Images
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| | Die EU-Kommission hat ihre Vorschläge für den neuen Cybersecurity Act (CSA) vorgestellt. Das bisher gültige Gesetz stammt aus 2019 und beinhaltet somit keine Antworten auf geo- und sicherheitspolitische Entwicklungen der letzten Jahre. Die Überarbeitung soll insbesondere Anpassungen in den Bereichen Zertifizierungen, Rolle der EU-Agentur ENISA und Hochrisiko-Lieferanten bringen.
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| | Digital Networks Act: Mehr Binnenmarkt, weniger Kupfer |  |
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|  ©NicoElNino / iStock / Getty Images
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| | Die EU-Kommission hat nach langem Warten, Weißbüchern und politischen Diskussionen ihren Vorschlag für den Digital Networks Act (DNA) vorgestellt. Übergeordnetes Ziel ist die Stärkung des Konnektivitätsbinnenmarktes, eine der Forderungen des Letta-Berichts, sowie die Schaffung von mehr Investitionen und Sicherheit. Das Gesetz soll den bisherigen EU-Kodex für die elektronische Kommunikation ersetzen.
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| | Deutschland zwischen Fortschritt und Handlungsbedarf |  |
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|  ©Petmal / Getty Images
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| | Die EU macht Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität. 2024 sanken die Emissionen um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jedoch zeigt der Klimafortschrittsbericht 2025: für Politik und Wirtschaft bleibt viel zu tun – auch in Deutschland.
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| | EU-Antidumpingmaßnahmen für Schmelzkorund |  |
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| Die Kommission hat am 16. Januar 2026 Antidumpingzölle auf Einfuhren von Schmelzkorund aus der Volksrepublik China in die EU verhängt. Schmelzkorund ist ein extrem hartes Aluminiumoxid, das für die Herstellung von Stahl, Glas und Keramik benötigt wird. Die endgültigen Antidumpingzölle liegen zwischen 88,7 Prozent und 110,6 Prozent. Neben diesen Zöllen hat die Kommission ein zollfreies Kontingent eingeführt, das es ermöglicht, eine begrenzte Menge chinesischer Einfuhren zollfrei in die EU einzuführen. Alle Einfuhren, die dieses Kontingent überschreiten, unterliegen Antidumpingzöllen, die zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren gelten. Diese Entscheidung wurde im Interesse der EU getroffen, da sowohl die Industrie der Union als auch die nachgelagerte Industrie der Union von außergewöhnlichen Umständen betroffen sind. Die Einführung der Zölle folgt auf eine Untersuchung, in deren Rahmen unlautere Handelspraktiken festgestellt wurden. Die Maßnahmen sollen laut EU-Kommission die Versorgungssicherheit für nachgelagerte Verwender von Schmelzkorund gewährleisten und die Abhängigkeit der EU von China bei diesem Rohstoff verringern. Dies ist das erste Mal, dass wirtschaftliche Sicherheitsaspekte in dieser Weise bei EU-Maßnahmen berücksichtigt werden. Zu den Maßnahmen gelangen Sie hier.
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| | Erstes EU-Abkommen über gegenseitige Anerkennung im Dienstleistungsbereich |  |
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| Architekten aus der EU und Kanada, die im jeweils anderen Land arbeiten möchten, können dies nun auf Basis des Abkommen über die gegenseitige Anerkennung (MRA) für Architekten mit Kanada problemlos tun. Das erste EU-Abkommen dieser Art im Dienstleistungsbereich ist verbindlich in Kraft getreten. Es erleichtert die berufliche Mobilität und erweitert die Möglichkeiten für Architekten in Europa und Kanada. Im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des MRA hat die EU-Kommission eine spezielle Webseite auf ihrem Webportal Access2Markets eingerichtet. Die Seite bietet EU-Architekten laut Kommission einen verbesserten Zugang zu Ressourcen und Verfahrenshinweisen zur Registrierung und soll ihnen so einen nahtlosen Übergang in die internationale Praxis ermöglichen. Das MRA ergänzt die bestehenden Vorteile für Architekten im Rahmen des Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens zwischen der EU und Kanada (CETA), das die Erbringung von Architekturdienstleistungen durch verlässliche Rahmenbedingungen erleichtert hat. Weitere Infos finden Sie hier.
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| | Agenda zu den Sitzungen der EU-Institutionen |  |
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| Die Termine von Montag, 26. Januar bis Freitag, 30. Januar 2026.
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| | Zahl der Woche |  |
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| 88,5% …
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| ... beträgt der Anstieg des Bruttoschuldenstands des Staatssektors im Verhältnis zum BIP im Euroraum (ER20) am Ende des dritten Quartals 2025. Zum Ende des zweiten Quartals lag er bei 88,2%. In der EU stieg die Quote ebenfalls von 81,9% auf 82,1%. Dabei setzten sich die Staatsschulden wie folgt zusammen: Schuldverschreibungen machten 84,2% im Euroraum und 83,6% in der EU aus, Kredite machten 13,3% im Euroraum und 13,9% in der EU aus, Bargeld und Einlagen machten im Euroraum 2,6% und in der EU 2,5% aus.
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| Herausgeber: Vertretung der Deutschen Industrie- und Handelskammer bei der Europäischen Union 19 A-D, Avenue des Arts B–1000 Bruxelles Telefon +32 2 286-1611 Fax +32 2 286-1605
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| | Verantwortlich für die Endredaktion: Susanne Schraff
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