Aktuelle Informationen zu Ländern und Märkten
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Ausgabe Nr. 5 / 2026 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
das Zusammenspiel aus Energiepreisschock, fragiler Logistik und wachsendem geopolitischen Misstrauen setzt exportorientierte Unternehmen unter Druck. Die ersten Anzeichen einer Exporterholung zu Jahresbeginn hat der Nahost-Schock zunichte gemacht: 29 Prozent der Industrieunternehmen rechnen aktuell mit rückläufigen Ausfuhren, nur 19 Prozent mit steigenden.
Umso wichtiger ist es, neue Wachstumsimpulse über internationale Handelsabkommen zu schaffen. Mit dem Start des EU-Mercosur-Abkommens zum 1. Mai gewinnt der Handel mit Südamerika für deutsche Unternehmen erheblich an Bedeutung – obwohl er bislang nur rund ein Prozent des gesamten deutschen Außenhandels ausmacht. Die Modernisierung des Handelsabkommens mit Mexiko kommt ebenfalls zum richtigen Zeitpunkt. Mexiko ist in den letzten Jahrzehnten zu einem zentralen Wirtschaftspartner für die deutsche Wirtschaft in Lateinamerika geworden.
Auch die Beziehungen zum Vereinigten Königreich bleiben im Fokus. Zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum sind die wirtschaftlichen Folgen des EU-Austritts auf beiden Seiten des Ärmelkanals weiterhin spürbar. Umso wichtiger wird der für Juli 2026 geplante EU-UK-Gipfel sein.
 
Viel Spaß beim Lesen,
Olga van Zijverden
Inhalt
Blickpunkt
Deutsche Wirtschaft steckt in einer Doppelkrise
US-Wirtschaft: Deutsche Betriebe zwischen Zuversicht und Unsicherheit
Die zugespitzte Rivalität ist ein Weckruf für Europa
Deutsche Exporte unter Druck
Strategien zur Wirtschaftssicherheit – eine geopolitische Notwendigkeit
Trilogverfahren zur Umsetzung des EU-US-Zollabkommens („Turnberry Deal“)
Haltung der USA und China zu Investitionen
Länder/Märkte
EU-Mercosur-Abkommen startet: Neue Dynamik im Handel mit Südamerika
Handelsbeziehungen EU-UK umfassend stärken
Genau zum richtigen Zeitpunkt
Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
Außenwirtschaftsreport 2026
Termine
Ostwestfalen meets Latin America
Internationaler Rohstoffdialog
Innovationsreise nach Finnland
AHK-Einladung: Europakonferenz der Deutschen Wirtschaft 2026
Internationales Cross Mentoring-Program der AHK Finnland
Blickpunkt
Deutsche Wirtschaft steckt in einer Doppelkrise
Nahost-Konflikt trifft auf strukturelle Standortschwächen 
 
Im Ergebnis, das zeigt die DIHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2026, sackt die zu Jahresbeginn noch zaghaft aufgehellte Stimmung in der deutschen Wirtschaft wieder ab. Für 2026 rechnet die DIHK mit einem Wachstum von 0,3 Prozent.
 
 
  
US-Wirtschaft: Deutsche Betriebe zwischen Zuversicht und Unsicherheit
Sonderauswertung des AHK World Business Outlook 
 
Die Geschäftslage deutscher Unternehmen in den USA hat sich im Frühjahr 2026 zwar spürbar aufgehellt, bleibt aber unterdurchschnittlich. Handelshürden und Unsicherheiten sind nach wie vor große Risiken. Eine Sonderauswertung des AHK World Business Outlook zeichnet ein vielschichtiges Bild.
 
 
  
Die zugespitzte Rivalität ist ein Weckruf für Europa
DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier anlässlich des Trump-Xi-Gipfels in Peking 
 
Erstmals seit 2017 besucht ein US-Präsident wieder China – ein wichtiges Signal in einer Phase wachsender geopolitischer Spannungen und anhaltender Handelskonflikte. Seit gut einem Jahr belasten hohe Zölle, Exportkontrollen und politische Unsicherheiten den internationalen Warenverkehr massiv. Die Folgen spüren auch deutsche Unternehmen unmittelbar und weltweit in hohem Maße.
 
 
  
Deutsche Exporte unter Druck
DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu aktuellen Export- und Produktionszahlen 
 
Das leichte Exportplus reicht nicht für eine Entwarnung. Die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Nahen Osten sind noch nicht überall absehbar, das konjunkturell dickere Ende kommt noch nach. Die fragile Erholung der Weltwirtschaft wird abrupt ausgebremst. Das zeigt auch der AHK World Business Outlook. Das Zusammenspiel aus Energiepreisschock, fragiler Logistik und wachsendem geopolitischen Misstrauen setzt exportorientierte Unternehmen unter Druck.
 
 
  
Strategien zur Wirtschaftssicherheit – eine geopolitische Notwendigkeit
Die DIHK hat dazu ein entsprechendes Impulspapier veröffentlicht 
 
Wirtschaftliche Abhängigkeiten werden weltweit immer häufiger politisch instrumentalisiert – nicht zuletzt deshalb muss die ökonomische Resilienz der EU deutlich gestärkt werden. Die DIHK mahnt, entsprechende Schutzmaßnahmen eng mit der Wirtschaft abzustimmen, und warnt vor "Managed Trade".
 
 
  
Trilogverfahren zur Umsetzung des EU-US-Zollabkommens („Turnberry Deal“)
Wichtiges Signal in der Handelspolitik 
 
Zur Einigung im Trilogverfahren zur Umsetzung des EU-US-Zollabkommens („Turnberry Deal“) erklärt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.
 
 
  
Haltung der USA und China zu Investitionen
Handelspolitische Einschränkungen bleiben auch nach dem US-chinesischen Spitzentreffen eine enorme Herausforderung 
 
Im Deutschlandfunk mahnte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier, die Bedingungen für Betriebe und Investoren zu verbessern.
 
 
  
Länder/Märkte
EU-Mercosur-Abkommen startet: Neue Dynamik im Handel mit Südamerika
Neue Dynamik im Handel mit Südamerika 
 
Mit dem Start des EU-Mercosur-Abkommens zum 1. Mai gewinnt der Handel mit Südamerika für deutsche Unternehmen erheblich an Bedeutung – obwohl er bislang nur rund ein Prozent des gesamten deutschen Außenhandels ausmacht.
 
 
  
Handelsbeziehungen EU-UK umfassend stärken
DIHK-Impulspapier 
 
Zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum belastet der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs (UK) den Handel auf beiden Seiten des Kanals noch immer spürbar. Im Vorfeld des EU-UK-Gipfels 2026 am 19. Mai in London hat die DIHK zusammengefasst, worauf es aus Sicht der Unternehmen jetzt ankommt.
 
 
  
Genau zum richtigen Zeitpunkt
DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zur Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen EU und Mexiko 
 
Mexiko ist in den letzten Jahrzehnten zu einem zentralen Wirtschaftspartner für die deutsche Wirtschaft in Lateinamerika geworden.
 
 
  
Zoll- und Außenwirtschaftsrecht
Außenwirtschaftsreport 2026
Die Trends im internationalen Geschäft 
 
Das Umfeld für deutsche Exporteure wird nicht einfacher. Handelskonflikte und -hürden sowie geopolitische Spannungen erschweren das internationale Geschäft. Der DIHK-Außenwirtschaftsreport 2026 verdeutlicht, wie sich die Rahmenbedingungen für die Unternehmen verändern.
 
 
  
Termine
Ostwestfalen meets Latin America
9. bis 11. Juni 2026, Bielefeld & zum Teil digital
 
Die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld lädt zu sechs Veranstaltungen im Rahmen der Begegnungstage ein. Im Fokus stehen das EU-Mercosur-Abkommen sowie Chancen für Unternehmen in Lateinamerika. Praxis, wirtschaftspolitische Einordnung und Networking zu Handel, Recht, Zoll, Nachhaltigkeit und Finanzierung sowie AHK-Beratungen.
 
Weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie hier.
 
Internationaler Rohstoffdialog
17. Juni 2026, 12:00 bis 17:00 Uhr, Quadriga Campus, Berlin
 
Die DIHK lädt als Koordinatorin des globalen German Mining & Resources Network mit ihren Partnern zum 2. Internationalen Rohstoffdialog nach Berlin ein. Die Veranstaltung bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden, öffentlichen Institutionen und die AHK-Kompetenzzentren für Bergbau und mineralische Rohstoffe zusammen, um konkrete Ansätze für eine nachhaltige Rohstoffversorgung zu diskutieren.
 
Aufgrund begrenzter Kapazitäten ist eine verbindliche Anmeldung nötig.
Das Anmeldeformular finden Sie hier.
 
 
Innovationsreise nach Finnland
9. bis 11. September 2026
 
Aus dieser Reise nehmen Sie umsetzbare Ideen und konkrete Ansatzpunkte für Ihre Innovationspraxis mit. Finnland zählt zu den innovationsstärksten Ländern der Welt und setzt Maßstäbe bei Digitalisierung, KI und nachhaltigen Technologien. Innovationsökosysteme spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie erhalten Einblick in Quantencomputing, KI, Raumfahrtindustrie, Cybersicherheit, 5G/6G-Netzsicherheit und kommen zurück mit neuen Denkweisen und Kooperationsmodellen für mehr Wirksamkeit Ihrer eigenen Innovationsvorhaben.
 
Weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie hier.
 
Eine Anmeldung ist bis zum 30. Juni 2026 möglich.
 
AHK-Einladung: Europakonferenz der Deutschen Wirtschaft 2026
17. bis 18. September 2026, Lissabon
 
Das Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in Europa lädt zur Europakonferenz der Deutschen Wirtschaft in Lissabon ein. Zentrale Frage dieser Ausgabe der Konferenz ist: Wie kann Europa seine Wettbewerbsfähigkeit sichern, sein Innovationspotenzial entfalten und zugleich politisch geeint sowie global handlungsfähig bleiben?
Auf der Europakonferenz stehen Strategien für die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas sowie Themen wie Künstliche Intelligenz, die Rolle Südeuropas für die Zukunft Europas, Sicherheit, Verteidigung und neue Technologien auf der Agenda. Der Veranstaltungsort Lissabon bietet als Brücke zwischen Kontinenten mit seinem dynamische Innovationsgeschehen einen idealen Rahmen, um Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, nationalen Regierungen und europäischen Institutionen zusammen zu führen und neue Impulse zu setzen.
 
Alle notwendigen Informationen, das aktuelle Programm und die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.
 
Internationales Cross Mentoring-Program der AHK Finnland
Start September 2026
 
Nehmen Sie am internationalen Cross Mentoring-Program teil, das Mentees bei neuen Herausforderungen in Führung, internationalem Handel und multikultureller Zusammenarbeit unterstützt. Erfahrene Führungskräfte aus einer anderen Branche und sogar einem anderen Land liefern praxisnahes individuelles Sparring und stärken Ihre Kompetenzen oder die Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie entwickeln Führungskompetenzen und internationales Know-how und mehr Klarheit für neue Herausforderungen.
 
Melden Sie sich hier für das nächste Programm an.
 
Eine Anmeldung ist bis zum 30. Juni 2026 möglich.
 
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