Aktuelle Informationen zu Ländern und Märkten
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Ausgabe Nr. 1 / 2026 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
Wie das vergangene Jahr endete, so begann auch 2025 turbulent für die Außenwirtschaft. In den ersten drei Wochen des Jahres stellte Donald Trump erneut Strafzölle gegenüber Deutschland und anderen europäischen Staaten in Aussicht, zog diese Drohungen jedoch kurz darauf wieder zurück. In diesen unsicheren Fahrwassern des Welthandels sind verlässliche und stabile Wirtschaftsbeziehungen wichtiger denn je.
 
Vor diesem Hintergrund bezeichnet DIHK-Präsident Peter Adrian die Entscheidung des Europäischen Parlaments, das EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten vom Europäischen Gerichtshof überprüfen zu lassen, als „Schlag in die Magengrube“ und betonte zugleich: „Umso mehr ist jetzt die Bundesregierung gefordert, sich auch für andere Handelsabkommen – etwa mit Indien, Indonesien, Thailand, Malaysia oder den Vereinigten Arabischen Emiraten – sowie für eine grundlegende Verbesserung der heimischen Standortbedingungen einzusetzen.“
 
Viel Spaß beim Lesen,
Olga van Zijverden
Inhalt
Blickpunkt
"Ein Schlag in die Magengrube"
US-Handelspolitik – Belastungen für den deutschen Außenhandel  
"Wir haben ein Standortproblem zu Hause"
DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov zu den vorläufigen BIP-Zahlen für das Jahr 2025: Jahr der Reformen notwendig
Resiliente Rohstoffversorgung: Strategien für die Zukunft
Exportwirtschaft verliert weiter, aber Industrieproduktion stabilisiert sich
CBAM-Anpassungen 2026
Deutsche Wirtschaft bei Entwicklungspolitik einbinden
Länder/Märkte
Venezuela: Politische Krisen sind Gift für die Weltwirtschaft
EU-Indien: Zwei Milliarden Gründe für ein Mega-Handelsabkommen
Außenwirtschaftsförderung
EU-Kommission vergibt 40 Mio. EUR an Projektzuschüssen via Global Gateway
Energie-Geschäftsreise: Windenergie und Wasserstoff – Power-to-X-Lösungen zur Herstellung grünen Wasserstoffs in Finnland
Termine
Import- und Exportverträge sowie Streiterledigung durch Schiedsgerichtsbarkeit
Blickpunkt
"Ein Schlag in die Magengrube"
DIHK-Präsident Peter Adrian zur Entscheidung des EU-Parlaments zum Mercosur-Abkommen 
 
Das Europäische Parlament hat beschlossen, das EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten vom EuGH überprüfen zu lassen.
 
 
  
US-Handelspolitik – Belastungen für den deutschen Außenhandel  
DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zur Handelsbilanz mit den USA 
 
Der Handelsbilanzüberschuss mit den Vereinigten Staaten sinkt in den ersten 11 Monaten des Jahres 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24,6%, meldet das Statistische Bundesamt – eine Folge der US-Handelspolitik. Der Außenwirtschaftschef der DIHK, Volker Treier, mahnt eine Verbesserung der hiesigen Standortbedingungen und den Abschluss neuer Freihandelsabkommen an.
 
 
  
"Wir haben ein Standortproblem zu Hause"
Anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos sowie der aktuellen IWF-Prognose für Deutschland und die Weltwirtschaft erklärt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov 
 
“Die erneuten Zoll-Drohungen von US-Präsident Trump gegenüber europäischen Ländern überschatten das Weltwirtschaftsforum. Die Hoffnung auf eine Normalisierung der transatlantischen Handelsbeziehungen hat damit einen Rückschlag erlitten. Jetzt ist diplomatisches Geschick gefragt. Die Spitzentreffen am Rande des Forums bieten die Chance, eine Eskalation des aktuellen Konflikts abzuwenden. Ein drohender Handelskrieg muss mit allen Kräften verhindert werden.  
 
 
  
DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov zu den vorläufigen BIP-Zahlen für das Jahr 2025: Jahr der Reformen notwendig
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat es im Jahr 2025, wenn auch äußerst knapp, in die Wachstumszone geschafft: Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes liegt es preisbereinigt um 0,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dennoch ist der Weg zu einem echten Aufschwung noch lang, wie die Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer Helena Melnikov betont:
 
 
  
Resiliente Rohstoffversorgung: Strategien für die Zukunft
Geopolitische Spannungen und Exportbeschränkungen von Lieferländern bedrohen Deutschlands Rohstoffversorgung. Jetzt gilt es, internationale Rohstoffpartnerschaften zu stärken, den heimischen Abbau zu fördern, die Kreislaufwirtschaft auszubauen und innovative Finanzierungsmodelle zu etablieren. 
 
Eine verlässliche und nachhaltige Rohstoffversorgung ist für eine erfolgreiche und innovative Wirtschaft unabdingbar. Verwerfungen in den Lieferketten und Unterbrechungen in der Versorgung haben gravierende Folgen – für Politik und Unternehmen.
 
 
  
Exportwirtschaft verliert weiter, aber Industrieproduktion stabilisiert sich
DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu den Produktions- und Exportzahlen vom November 2025 
 
Deutschlands Exportwirtschaft droht, international den Anschluss zu verlieren. Im November 2025 sind die Exportwerte abermals gesunken. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert die DIHK einen Rückgang der Exporte um 1 Prozent.
 
 
  
CBAM-Anpassungen 2026
Entscheidend sind eine mittelstandsfreundliche Umsetzung und Weiterentwicklung, damit europäische Unternehmen im globalen Wettbewerb nicht benachteiligt werden. 
 
Der CBAM soll verhindern, dass CO₂-intensive Produktion von der EU in Länder mit niedrigeren Umweltstandards verlagert wird (Carbon Leakage). Seit dem 1. Oktober 2023 gilt eine Übergangsphase – ab 2026 wird der Mechanismus voll wirksam. Nun hat die DIHK in dem Papier „CBAM-Anpassungen 2026 – Vorschläge aus der Wirtschaft“ klar formuliert, was aus Sicht der Wirtschaft unverzichtbar ist, damit CBAM nicht zu Wettbewerbs- und Belastungsnachteilen führt.
 
 
  
Deutsche Wirtschaft bei Entwicklungspolitik einbinden
Anlässlich der vom Bundesentwicklungsministerium (BMZ) vorgestellten Reform der deutschen Entwicklungspolitik fordert die DIHK eine stärkere Einbindung der deutschen Wirtschaft. 
 
Unter dem Titel „Zukunft zusammen global gestalten“ hat BMZ-Ministerin Reem Alabali Radovan Eckpunkte für eine Reform der deutschen Entwicklungspolitik vorgelegt. Für die DIHK ist dabei entscheidend, wie die angekündigte stärkere Rolle der wirtschaftlichen Zusammenarbeit konkret ausgestaltet und in der Praxis umgesetzt wird.
 
 
  
Länder/Märkte
Venezuela: Politische Krisen sind Gift für die Weltwirtschaft
Zu den wirtschaftlichen Folgen der Entwicklungen in Venezuela sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier: 
 
"Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Venezuela existieren nur noch auf sehr niedrigem Niveau. Derzeit sind nur noch wenige deutsche Unternehmen vor Ort. Gründe dafür sind die allgemein desolate wirtschaftliche Lage und Sorgen um die Rechtssicherheit. Deshalb sind die unmittelbaren Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen auf deutsche Unternehmen sehr überschaubar. Die venezolanische Wirtschaft ist seit mindestens einem Jahrzehnt im Sinkflug. Das BIP des Landes hat sich zwischen 2012 und 2020 nahezu gezehntelt.
 
 
  
EU-Indien: Zwei Milliarden Gründe für ein Mega-Handelsabkommen
Verlässliche Wirtschaftsbeziehungen sind in den aktuell unsicheren Fahrwassern des Welthandels wichtiger denn je. 
 
Die EU und Indien stehen kurz davor, die seit 2007 laufenden Verhandlungen über ein Handelsabkommen abzuschließen, das insgesamt knapp zwei Milliarden Menschen betreffen würde. Es wäre das größte Abkommen weltweit und angesichts der teilweise sehr hohen Handelshürden in Indien ein echter Game-Changer für die deutsche Wirtschaft. Dafür sollten sich die Bundesregierung und die EU-Kommission mit Nachdruck einsetzen. Zugleich wäre ein solcher Vertrag eine passende Antwort auf die aktuelle US-Politik der hohen Zölle.
 
 
  
Außenwirtschaftsförderung
EU-Kommission vergibt 40 Mio. EUR an Projektzuschüssen via Global Gateway
Am 15.12. veröffentlichte die EU-Kommission eine Ausschreibung von ca. 40 Mio. EUR, welche im Rahmen von Global Gateway vergeben werden sollen. 
 
Die Ausschreibung zum Global Gateway Early-Stage Investment Mechanism ist unter folgendem Link zu erreichen: EU Funding & Tenders Portal. Die Deadline für eine Einreichung ist der 16.03.2026. Ein Projektvorschlag muss via EU Funding & Tenders Portal eingereicht werden.
 
 
Energie-Geschäftsreise: Windenergie und Wasserstoff – Power-to-X-Lösungen zur Herstellung grünen Wasserstoffs in Finnland
Finnland setzt stark auf Windenergie und den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft. Finnland plant, bis 2030 führend bei der Produktion und Nutzung von grünem H2 zu sein und bis zu 10 % des in der EU erzeugten grünen H2 selbst zu produzieren. Die Voraussetzungen sind ideal: Rund 95% CO2-freie Stromerzeugung, niedrige Strompreise, reichlich sauberes Wasser und hohe Kapazität für erneuerbare Energien.
 
Die BMWE-geförderte Energie-Geschäftsreise richtet sich an innovative deutsche KMU der Windenergie- und Wasserstoffbranche, die Lösungen im finnischen Markt positionieren und langfristige Partnerschaften aufbauen möchten.
 
 
  
Termine
Import- und Exportverträge sowie Streiterledigung durch Schiedsgerichtsbarkeit
12.2.2026 – 10:00 bis 12:00 Uhr
Grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen – auch zwischen Ungarn und Deutschland – bieten große Chancen, sind jedoch regelmäßig mit rechtlichen Risiken verbunden. Eine klare Vertragsgestaltung und ein verlässlicher Mechanismus zur Streitbeilegung sind daher zentrale Erfolgsfaktoren im internationalen Handel.
 
Die AHK Ungarn lädt Sie herzlich zu einem gemeinsamen Webinar mit dem Schiedsgerichtshof bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) ein. Das Webinar richtet sich an Unternehmen, die Import- und Exportverträge rechtssicher gestalten und sich für den Streitfall gut aufstellen möchten.
Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie unter folgendem Link.
 
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Trade News
https://web.inxmail.com/dihk/letzte_ausgabe_trade_news.jsp
 
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