Aktuelle Informationen zu Ländern und Märkten
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Ausgabe Nr. 3 / 2020 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
nahezu stündlich ändern sich die Entwicklungen in Deutschland und weltweit aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie. Der DIHK, die IHKs und die AHKs arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die zahlreichen Herausforderungen für die Unternehmen zu ermitteln, die Betriebe zu informieren sowie die Politik über die Folgen für die Wirtschaft und Lösungsmöglichkeiten zu beraten. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Webseite des DIHK und bei ihrer IHK.
 
Bleiben Sie gesund,
Kevin Heidenreich
Inhalt
Blickpunkt
Corona-Krise trifft deutsche Wirtschaft
Verhandlungen über zukünftige EU-UK Beziehungen starten
Länder/Märkte
EU-Freihandelsabkommen mit Drittstaaten während der Übergangsphase
Neue Kooperationsgrundlage zwischen der EU und Kasachstan
"Grüner" Wasserstoff für Brasilien und Südafrika
Außenwirtschaftsförderung
Die europäischen Energy Scouts als Erfolgsmodell
Termine
Webinar Nachhaltiger Tourismus in Madagaskar und Mauritius am 29.  April 2020
Einkäuferreise nach Namibia - 15. -19.  Juni 2020
Geschäftsanbahnungsreise nach Belarus
Blickpunkt
Corona-Krise trifft deutsche Wirtschaft
47 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten in diesem Jahr einen Umsatzeinbruch aufgrund der Corona-Krise. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in einer Blitzumfrage unter mehr als 10.000 Betrieben aller Regionen und Branchen. Der Erhebung zufolge liegen die erwarteten Umsatzeinbrüche in mehr als jedem vierten Unternehmen über zehn Prozent. Insbesondere das Gastgewerbe, die Reisebranche und Messebetriebe melden befürchtete Umsatzrückgänge um mehr als 75 Prozent.
 
"Es ist dringend geboten, dass die Bundesregierung nun schnell konkrete Maßnahmen zur Stützung dieser unverschuldet in Not geratenen Unternehmen vorlegt", sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. "Es handelt sich hier nicht nur um die Probleme einzelner Betriebe, sondern um eine extreme Herausforderung für unsere Gesamtwirtschaft." Angesichts der zunehmend dramatischen Lage betroffener Unternehmen muss bei den erforderlichen Sofortmaßnahmen nach den Worten von Schweitzer "Vereinfachung das Gebot der Stunde sein". Einschränkungen und Prüfkriterien, die für normale Zeiten entwickelt worden sind, könnten andernfalls gefährliche Engpässe schaffen, so der DIHK-Präsident: "Die Verfahren müssen an die außergewöhnliche Krisen-Situation in vielen Teilen der Wirtschaft angepasst werden."
 
Die Umfrageergebnisse gibt es hier zum Download:
https: //w w w. dihk. de/de/aktuelles-und-presse/presseinformationen/corona-sofortmassnahmen-gehen-in-die-richtige-richtung-19396
 
Verhandlungen über zukünftige EU-UK Beziehungen starten
Am 25. Februar hat der Ministerrat in Brüssel der EU-Kommission ein Verhandlungsmandat über die künftigen Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich erteilt. Die neue Partnerschaft soll in einem umfassenden Rahmen geregelt werden, der viele Bereiche umfassen soll, die die Unternehmen betreffen werden.
 
Aus Sicht der EU soll die zukünftige Partnerschaft durch ein sogenanntes Level-Playing-Field für einen offenen und fairen Wettbewerb geprägt sein. Die EU beabsichtigt, ein Freihandelsabkommen mit Großbritannien abzuschließen, in dem es für den Warenhandel keine Zölle und Quoten geben soll. Ursprungsregeln sollen bestehenden Regelungen entsprechen. Das EU-Mandat unterstreicht die Bedeutung der Integrität des EU-Binnenmarktes, der Zollunion und die Unteilbarkeit der vier Freiheiten. Als Drittland kann das Vereinigte Königreich nicht dieselben Rechte und Vorteile genießen wie ein Mitgliedstaat der Europäischen Union. Ziel der EU ist daher nicht nur eine enge Anbindung in Handelsfragen, sondern auch in weiteren Bereichen wie digitaler Handel, geistiges Eigentum, Vergabe öffentlicher Aufträge, Mobilität, Verkehr, Energie, Datenschutz und Fischerei. Das Mandat beinhaltet außerdem ein Kapitel über kleine und mittlere Unternehmen (KMU), das unter anderem die Verbesserung des Zugangs zu nützlichen Informationen über EU-Regeln, Vorschriften und Verfahren vorsieht.
 
Aus Sicht der deutschen Wirtschaft ist es wichtig, dass EU-Standards im Handel mit dem Vereinigten Königreich möglichst erhalten bleiben und der Zusammenhalt des EU-Binnenmarktes gewahrt bleibt. Die Unternehmen müssen sich weiterhin darauf einstellen, dass es zu negativen Auswirkungen in den wirtschaftlichen Beziehungen nach dem Ende der Übergangsphase (31. Dezember 2020) kommen wird. Daher sollten Unternehmen sich unter anderem mithilfe der Brexit-Checkliste des DIHK mit den möglichen Konsequenzen des Brexit auseinandersetzen.
 
Länder/Märkte
EU-Freihandelsabkommen mit Drittstaaten während der Übergangsphase
Kanada, die Schweiz und Singapur haben zugesagt, das Vereinigte Königreich während der Übergangsphase in Handelsfragen weiterhin als EU-Mitgliedstaat zu behandeln. Das Vereinigte Königreich profitiert damit zumindest bis zum Ende der Übergangsphase weiterhin von EU-Freihandelsabkommen mit den genannten Drittstaaten. Britische Waren behalten dadurch vorübergehend ihren EU-Ursprung und können weiterhin bei der Präferenzkalkulation berücksichtigt werden.
 
Neue Kooperationsgrundlage zwischen der EU und Kasachstan
Am 1.3.2020 trat das Abkommen über eine verstärkte Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der EU und Kasachsta (EPCA) in Kraft. Kasachstan ist für die EU ein wichtiger in der Handelspartner und Energielieferant in der Region und ein Partner für den Aufbau der transeuropäischen Netze in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus und in der Zentralasien. Mit dem Abkommen sollen die engen wirtschaftlichen Beziehungen weiter gestärkt und noch bessere Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Handels- und Investitionsströme zwischen der EU und Kasachstan, dieses Mal auch im Energiebereich, geschaffen werden. Für den Handelssektor bietet das Abkommen einen deutlich präziser geregelten rechtlichen Rahmen für Warenhandel, Dienstleistungen, Gründung und Tätigkeit von Unternehmen, Investitionen, Kapitalverkehr, Rohstoffe und Energie, öffentliches Beschaffungswesen und Urheberrechte.
 
"Grüner" Wasserstoff für Brasilien und Südafrika
Die Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer von Rio de Janeiro (AHK Rio) hat mit der Umsetzung des Projektes “Green Hydrogen Lab: South to South Collaboration Towards a Decarbonized Economy” einen weiteren Meilenstein für das Kompetenzzentrum Energy Transition gelegt. Das Projekt, welches über das ExperTS Programm der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) finanziert wurde, diente dazu, Anwendungsfälle für die Nutzung von grünem Wasserstoff in den Ländern Brasilien und Südafrika auszubauen. Heute wird Wasserstoff für die Industrie hauptsächlich aus Erdgas hergestellt, welches entsprechenden negative Auswirkungen auf die CO2-Bilanz mit sich zieht. Die Herstellung von Wasserstoff aus regenerativen Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasser mittels Elektrolyse weist im Gegensatz dazu eine neutrale CO2-Bilanz auf. Aus diesem Grund wird diese Technologie von vielen Ländern, allen voran Deutschland, sehr stark gefördert.
 
Außenwirtschaftsförderung
Die europäischen Energy Scouts als Erfolgsmodell
Seit 2017 bietet die IHK-Organisation über die Auslandshandelskammern von Bulgarien, Griechenland, Tschechien und Ungarn Qualifizierungen zum Energy Scout an. Davon profitieren bisher mehr als 200 junge Berufstätige, die in ihren Unternehmen Einsparpotenziale in den Bereichen Energie, Ressourcen und Mobilität aufdecken und Praxisprojekte zur Umsetzung durchführen.
 
In mehr als 80 Unternehmen verschiedener Branchen und Größenklassen sind so in den ersten beiden Jahren knapp 100 Effizienzprojekte entstanden, bei denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den sorgsamen und innovativen Umgang mit Ressourcen trainieren und diese Impulse im Betrieb weitergeben. Darunter befinden sich so verschiedene Ansätze wie die Nutzung von Solarenergie auf der Insel Kreta, die fast ausschussfreie Produktion von Flugdrohnen in Bulgarien, die umfassende energetische Optimierung einer Molkerei in Tschechien und die neue Dienstwagenstrategie einer Drogeriemarktkette in Ungarn. Der dritte Jahrgang der Energy Scouts ist in allen Ländern bereits gestartet – wegen der großen Nachfrage mit zusätzlichen Standorten für Schulungen in Thessaloniki in Nordgriechenland und dem bulgarischen Burgas.
 
Weitere Informationen zum Best Practice der europäischen Energy Scouts und dem Projekt Young Energy Europe finden sich auf der Website.
 
 
Termine
Webinar Nachhaltiger Tourismus in Madagaskar und Mauritius am 29. April 2020
Die AHK Südliches Afrika veranstaltet ein Webinar zum Thema nachhaltiger Tourismus in Madagaskar und Mauritius am 29. April zwischen 9.30 und 12.30 (deutsche Uhrzeit). Es richtet sich an deutsche kleine und mittlere Unternehmen mit Interesse an diesen neuen Märkten. Experten mit Zielland-Know-how informieren über allgemeine und rechtliche Rahmenbedingungen, zur konkreten Marktsituation und Marktchancen, Trends und Handelsbedingungen. Kombiniert werden Berichte sowie Praxisbeispiele und offene Diskussion. So können nicht nur Marktinformationen vermittelt, sondern auch erste Kontakte zu möglichen Partnern im notwendigen Netzwerk hergestellt werden. Das Webinar ist eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi),
 
Weiterführende Informationen zu der Informationsveranstaltung finden Sie hier.
 
Einkäuferreise nach Namibia - 15.-19. Juni 2020
Die AHK Südliches Afrika organisiert vom 15.-19. Juni 2020 eine Einkäuferreise nach Namibia. Der Markt bietet hochwertige Produkte und verfügt über gute logistische Verbindungen in die Europäische Union. Damit bieten sich umfassende Einkaufsmöglichkeiten, vor allem in den Bereichen Fleisch, Fisch und (Natur-)Kosmetik. Der Besuch der Hauptstadt Windhoek sowie ggf. Termine in den Küstenstädten Walvis Bay und Swakopmund Teil des Programms sein. Kombiniert werden ein Konferenztag, der Einblicke in die Einkaufsmöglichkeiten sowie Rahmenbedingungen des Landes bietet, mit Besuchen von Produktionsstätten und individuellen Geschäftspartnergesprächen. Basierend auf der Zusammensetzung der deutschen und europäischen Reiseteilnehmer/innen wird der Ablauf entsprechend detailliert gestaltet.
 
Die Teilnahme an der Reise ist grundsätzlich kostenfrei. Die Teilnehmenden tragen jedoch ihre individuellen Reisekosten, inklusive Flug, Unterkunft und Verpflegung. Die AHK Südliches Afrika wird die Reisevorbereitungen mit Vorschlägen und Hinweisen unterstützen sowie den notwendigen Transport für die Delegation in Namibia organisieren. Verbindliche Reisebuchungen sollten erst nach offizieller Freigabe erfolgen. Details können Sie diesem Flyer entnehmen.
 
Geschäftsanbahnungsreise nach Belarus
Vom 06. bis 10. Juli 2020 veranstaltet SBS systems for business solutions in Kooperation mit der Repräsentanz der Deutschen Wirtschaft in Belarus (AHK Belarus) eine Geschäftsanbahnungsreise nach Belarus im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU an.
 
Die Geschäftsreise bietet deutschen Unternehmen und Dienstleistern im Bereich Maschinen- und Anlagenbau für Metallerzeugung und -verarbeitung die Möglichkeit, sich über das Marktpotenzial in Belarus zu informieren, im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung ihre Technologien, Produkte und Dienstleistungen dem interessierten belarussischen Fachpublikum zu präsentieren, die ersten Kontakte zu knüpfen und individuell organisierte Kooperationsgespräche mit potentiellen Geschäfts- und Vertriebspartnern durchzuführen. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.
 
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