18.10.2019
Pressemitteilung
Theaterfabrik für Hannover – in Bornum entsteht bis 2021 ein Neubau der Werkstätten
Sehr geehrte Damen und Herren,
gute Nachrichten für das Staatstheater Hannover: Der geplante Neubau der Theaterwerkstätten hat grünes Licht erhalten, die entsprechende Baugenehmigung liegt nun vor. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für den Neubau. Unsere Planung wurde wie beantragt genehmigt“ freut sich Verwaltungsdirektor Jürgen Braasch. Nachdem die Abrissarbeiten am neuen Standort in Hannovers Stadtteil Bornum im November abgeschlossen sein werden, kann im Dezember die Ausschreibung des Bauvorhabens beginnen. Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2020.
 
Derzeit sind die Theaterwerkstätten in dem viel zu kleinen Werkstattgebäude an der Hildesheimer Straße hinter der Stadtbibliothek untergebracht. Das 1930 errichtete Magazin- und Werkstattgebäude der Staatstheater ist bereits seit vielen Jahren stark sanierungsbedürftig und technisch veraltet. Da es an entsprechenden Montageflächen sowie an jeder Hebe- und Ladetechnik fehlt, werden bis heute alle Materialien weitgehend händisch bewegt. „Wir verarbeiten jährlich etwa 75 Tonnen Stahl, 40.000 m Holzlatten und 10.500 m² Plattenwerkstoffe wie Sperrholz, Multiplex und Tischlerplatte in unseren Dekorationswerkstätten. Das alles nur mit Muskelkraft in beengten Räumen zu bewegen, ist ein kaum noch hinnehmbarer Zustand“ erklärt Jürgen Braasch.
 
An der Bornumer Straße wird bis 2021 eine der modernsten Theaterwerkstätten entstehen, das den arbeitsrechtlichen Bedingungen gerecht und auch im Hinblick auf Effizienz und digitale Produktionsweisen ein Vorzeigeprojekt in der deutschsprachigen Theaterlandschaft sein wird.
 
Im Vorfeld des geplanten Werkstattneubaus wurden intensive Nutzungs-, Standort- und Wirtschaftlichkeitsanalysen durchgeführt, die letztlich den Ausschlag für den Neubau gaben. Das Baugelände in Bornum gehört seit 2017 dem Land Niedersachsen und wird bereits mit dem Probebühnenzentrum der Staatstheater genutzt. Das frei werdende Werkstattgebäude an der Hildesheimer Straße wurde von der Region Hannover erworben und soll nach dem Auszug der Werkstätten in ein Büro- und Verwaltungsgebäude umgebaut werden.
 
Die Finanzierung des Werkstattneubaus ist durch das Land Niedersachsen zugesichert und aktuell mit einer Summe von 26,5 Mio. Euro budgetiert. Die Entwürfe stammen von dem Architekturbüro BKSP und Partner aus Hannover, welches sich zuvor in einem europaweiten Architekturwettbewerb durchsetzen konnte. Die Bauplanung erfolgt mithilfe von modernster digitaler Technik – der Werkstattneubau ist das erste öffentliche Bauprojekt in Niedersachsen, welches mit innovativer Building Information Modeling-Software entsteht.
 
Im Zuge des Masterplan Bornum 2042 soll der Standort an der Bornumer Straße in den kommenden 25 Jahren zur zentralen Proben- und Produktionsstätte der Staatstheater Hannover ausgebaut werden. Aktuell unterhalten die Staatstheater mehrere Außenstandorte, Probenräume und Lagerflächen in ganz Hannover, die sukzessive nach Bornum verlagert werden sollen – auch um in Zukunft Liefer- und Transportwege zu reduzieren. 2042 soll mit dem Bezug des neuen Orchesterprobensaals das Projekt abgeschlossen sein.
 
Gerne stehen wir für Nachfragen oder weitere Informationen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Christiane Hein und Nils Wendtland
Presse Staatstheater Hannover
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Pressesprecher Schauspiel
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