22.03.2020
Presseinformation
Staatsoper und Schauspiel verlängern die Aussetzung des Betriebs
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Theaterleitung beschloss weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des COVID-19 und verlängerte die Aussetzung des Proben- und Vorstellungsbetriebs: Staatsoper und Schauspiel werden bis einschließlich 19. April vollständig geschlossen. Von den rund 930 Festangestellten der Staatstheater Hannover bleibt nur noch eine Handvoll Mitarbeitender, die für Sicherheit, Administration und Kundenservice absolut notwendig sind, im Haus tätig. Viele Bürotätigkeiten werden auf Homeoffice umgestellt.
Wie geht es weiter?
Der reguläre Proben- und Arbeitsbetrieb wird nach jetziger Planung am 20. April aufgenommen, ab 3. Mai sollen wieder Vorstellungen und Konzerte gespielt werden. Davon wird zumindest derzeit ausgeganen. Die Spielpläne für Mai und Juni werden dahingehend überarbeitet.
Wie ist die Situation?
Bereits am Freitag, 13. März, folgte die Theaterleitung der behördlichen Anordnung und stellte den Vorstellungsbetrieb auf allen Spielstätten ein. Seit Montag, 16. März, finden in Staatsoper und Schauspiel auch keine Proben mehr statt. Wegen der sich weiter verschärfenden Bedrohungslage und zur konsequenten Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiemaßnahmen schränkte die Theaterleitung nun den Arbeitsbetrieb weiter ein.
Welche Folgen sind zu erwarten?
Die betrieblichen und dispositionellen Folgen der Aussetzung des Proben- und Vorstellungsbetriebes sind immens. Für ein Repertoire-Theater ist der Ausfall von Premieren und Neuproduktionen ein großes Problem, da die freiberuflichen Regieteams häufig für spätere Zeiträume verplant sind bzw. die enge Taktung der Bühnenzeiträume eine spätere Fortsetzung der Proben nicht zulässt. Schon jetzt ist absehbar, dass die beschlossenen Einschränken auch Auswirkungen auf die kommende, bereits geplante Spielzeit 2020/21 haben werden.
Was bedeutet das für die Beschäftigten?
Alle Mitarbeiter*innen bekommen für den Monat März ihr Nettogehalt voll ausbezahlt. Es gibt im März 2020 keine Gehaltskürzungen aufgrund des Corona-bedingten Arbeitsausfalls. Um die massiven Einnahmeausfälle aufzufangen, verhandeln die Theaterleitung und der Betriebsrat derzeit über Kurzarbeit. Das sogenannte Kurzarbeitergeld soll insbesondere bei den kleineren Einkommen aufgestockt werden. Auch künstlerische Gäste (Solisten und Teams) erhalten bei ausgefallener Arbeit mindestens die Hälfte ihrer Gagen.
Was machen die Staatstheater in der Zwischenzeit?
Das Schauspiel Hannover zeigt an den kommenden Wochenenden online Videoaufzeichnungen aktueller Inszenierungen, u.a. Platonowa in der Regie von Stephan Kimmig und Antigone. Ein Requiem in der Regie von Marie Bues. Täglich erzählen Schauspieler*innen in kurzen Videos, was am Abend auf der Bühne stattgefunden hätte - #wieesgewesenwäre. Zudem startet heute der Schauspiel Hannover Podcast, in dem sich Dramaturg*innen mit aktuellen Fragen befassen - auch zu hören auf Spotify. Weitere Online-Angebote sind in Planung und werden laufend unter schauspielhannover.de veröffentlicht.
 
Künstler*innen aus dem Ensemble der Staatsoper, des Staatsballett und des Staatorchesters schicken täglich um 17 Uhr kreative Grüße über Facebook und Instagram. Ebenfalls online abrufbar ist die Premiere von Zählen und Erzählen, die noch am 16. März live auf Facebook gestreamt wurde. Weitere Infos unter staatsoper-hannover.de.
Wie können Tickets zurückgegeben werden?
Ausführliche Informationen zur Stornierung von gekauften Karten sind unter staatstheater-hannover.de abrufbar. Für Rückfragen ist der Kartenservice Mo - Fr von 10:00 - 18:00 Uhr unter +49 511 9999 1111 sowie per E-Mail an kartenservice@staatstheater-hannover.de erreichbar.
Die Tageskassen im Opern- und Schauspielhaus bleiben jedoch bis einschließlich 19. April geschlossen.
Mit freundlichen Grüßen
Christiane Hein und Nils Wendtland
Pressekontakt
Christiane Hein
Pressesprecherin Staatsoper
T +49 511 9999 1080
 
Nils Wendtland
Pressesprecher Schauspiel
T +49 511 9999 2080
 
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Dr. Sabine Johannsen
 
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