Techniker Krankenkasse
TK spezial

Schleswig-Holstein

Nr. 4 | 2021

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Sehr geehrte Damen und Herren,

gesundheitspolitische Gesetze sind etwas bemerkenswertes. Sie beeinflussen in der Regel auf Jahre hin die Versorgungsrealität. Auf zwei Gesetze gehen wir in dieser Ausgabe besonders ein.

Im Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz geht es um ein umfassendes Paket, mit dem ein funktionierender und vor allem fairer Wettbewerb um die beste Versorgung wieder hergestellt wird. Ein fairer Wettbewerb ist die beste Grundlage, um die Versorgung vor Ort zu sichern und innovativ weiterzuentwickeln. Wir als TK im Norden kümmern uns nämlich genau darum.

Eine Premiere ist das jetzt im Entwurf vorliegende Krankenhausgesetz für Schleswig-Holstein. Lautet der Kurs volle Kraft Richtung Qualität und Effizienz? Wir haben nachgeschaut.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht

Ihr
Sören Schmidt-Bodenstein
Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein

Inhalt

Aufzählung

Morbi-RSA: Beitragsgelder müssen gerechter verteilt werden

Aufzählung

Entwurf: ein Krankenhausgesetz für Schleswig-Holstein

Aufzählung

Notfallversorgung braucht Update

Aufzählung

Hilfe für Frühchen – die emotionale Seite der Digitalisierung in der Medizin

Aufzählung

TK-Kindergesundheitsreport: höhere Gesundheitsrisiken bei Kaiserschnitt-Kindern und Frühgeburten

Aufzählung

E-Sport: TK und das Land Schleswig-Holstein sind Vorreiter

Aufzählung

Interview dem Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer zum Thema E-Sport

Aufzählung

Neue Online-Plattform gegen Mobbing an Schulen

Aufzählung

Groschendreher: Die TK unterstützt das Kieler Bündnis gegen Altersarmut e. V.

Aufzählung

Buchvorstellung: Zukunft der Gesundheit – vernetzt, digital, menschlich

Morbi-RSA: Beitragsgelder müssen gerechter verteilt werden

 

Die Unwucht im Wettbewerb zwischen den Kassen nimmt mehr und mehr zu

 

Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich – kurz Morbi-RSA – ist ein komplexer Mechanismus, der maßgeblich darüber entscheidet, welche Zuweisungen Kassen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, in den die Beitragsgelder fließen. Dabei sollen seitens der Kassen nicht beeinflussbare Faktoren in ihrer Versichertenstruktur ausgeglichen werden. Da mit diesem Instrument die Finanzströme zwischen dem Gesundheitsfonds und den Krankenkassen maßgeblich beeinflusst werden, ist seine Ausgestaltung entscheidend für den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Allerdings führt die derzeitige Beschaffenheit des Morbi-RSA jedoch - anstatt eine faire Grundlage dafür zu bieten - zu starken Wettbewerbsverzerrungen.

Mit dem Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz (GKV-FKG) hat das Bundesgesundheitsministerium ein sinnvolles Gesamtpaket entworfen, das einem weiteren Auseinanderdriften im Wettbewerb entgegenwirken kann.

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Entwurf: ein Krankenhausgesetz für Schleswig-Holstein

 

Krankenkassen haben gemeinsame Stellungnahme abgegeben

 

Seit Jahren diskutiert und gefordert: ein eigenes Landeskrankenhausgesetz für Schleswig-Holstein. Die Landesregierung hat im Oktober einen Kabinettsentwurf vorgelegt, zu dem die Landesverbände der Krankenkassen und der Ersatzkassen im Rahmen des Anhörungsverfahrens eine gemeinsame Stellungnahme eingebracht haben.

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Notfallversorgung braucht Update

 

Positionen der TK zum Arbeitsentwurf des BMG zur Reform der Notfallversorgung

 

Viele Patienten kennen die Situation in Notaufnahmen von Krankenhäusern: Lange Wartezeiten, überlastete Ärzte und gestresstes Pflegepersonal. Doch viele der Patienten dort sind gar keine Notfälle. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK ist bei vier von zehn Patienten in der Notaufnahme kein sofortiges Handeln nötig. Eine Alternative wäre der ärztliche Bereitschaftsdienst, das Notfall-Angebot der niedergelassenen Ärzte außerhalb der Sprechzeiten. Doch nur jeder Zehnte der Befragten nutzt dieses Angebot der Kassenärztlichen Vereinigungen. Die Folge: dauerhafte Überlastung der Notfalleinrichtungen.

Das will die große Koalition mit einem geplanten Gesetz zur Reform der Notfallversorgung ändern. Mit einem neuen Konzept, das ambulante und stationäre Versorgung enger verzahnt, sollen die Patienten künftig besser durch die Notfallversorgung gelotst werden.

Die TK unterstützt die Reform, schlägt in der konkreten Ausgestaltung jedoch einige Änderungen und Ergänzungen vor.

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Hilfe für Frühchen – die emotionale Seite der Digitalisierung in der Medizin

 

UKSH in Lübeck testet Hightech-Matratze von Babybe

 

Nach der Geburt sein Baby fest in den Armen halten und es am liebsten gar nicht mehr loslassen: Diesen Wunsch haben die meisten Eltern nach der Geburt ihres Kindes. Doch kommt ein Kind vor dem errechneten Entbindungstermin als Frühchen zur Welt, bedeutet dies in der Regel einige Zeit im Brutkasten statt auf Mamas Brust zu liegen. Ein liebevoller Körperkontakt von Frühchen mit ihren Eltern ist nur eingeschränkt möglich, weil sie in den ersten Lebenswochen häufig viel Zeit im Inkubator verbringen.

Damit die Frühgeborenen dennoch die Geborgenheit der Eltern spüren können, testet die Lübecker Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie eine digital gesteuerte Gelmatratze des Start-ups Babybe. Sie gibt den Kindern in der künstlichen Welt des Inkubators das Gefühl, sie lägen direkt auf dem Oberkörper der Eltern.

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TK-Kindergesundheitsreport: höhere Gesundheitsrisiken bei Kaiserschnitt-Kindern und Frühgeburten

 

Langzeitstudie analysiert Abrechnungsdaten von rund 38.800 Kindern

 

Kaiserschnittkinder haben mehr Gesundheitsprobleme als Kinder, die auf natürlichem Weg zur Welt gekommen sind. Das zeigt der Kindergesundheitsreport der TK. Die Bundesrepublik liegt mit einer Kaiserschnittrate von 30,5 Prozent aller Klinikentbindungen 2017 über dem westeuropäischen Durchschnitt (27 Prozent).

Der Report zeigt, dass für Kaiserschnittkinder das Risiko für eine chronische Bronchitis in den ersten acht Lebensjahren um fast zehn Prozent erhöht ist. Das Risiko für leichte und mittlere Entwicklungsstörungen ist um neun Prozent erhöht, das Risiko für ADHS um 16 Prozent.

Neben dem Blick auf Zusammenhänge von Kaiserschnitt und Kindergesundheit hat der TK-Report auch Effekte auf früh geborene Kinder untersucht.

Die TK will die Ergebnisse des Reports nutzen, um passgenaue Versorgungsangebote für betroffene Kinder zu entwickeln.

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E-Sport: TK und das Land Schleswig-Holstein sind Vorreiter

 

E-Sport gesund betreiben mit körperlicher Fitness und Medienkompetenz

 

E-Sport ist als Trendsport mittlerweile in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Dies hat die Landesregierung in Schleswig-Holstein als erstes Bundesland erkannt und Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro für den E-Sport zur Verfügung gestellt. Ziel des Förderprogramms ist es, Einrichtungen, Maßnahmen und Projekte zur Entwicklung eines landesweiten Angebotes für E-Sport in Verbindung mit digitaler Kompetenz zu fördern.

Die TK begrüßt die intensive politische Auseinandersetzung um den E-Sport. Die TK-Landesvertretung hat in ihrer schriftlichen Stellungnahme an den Innen- und Rechtsausschuss des Landtags deutlich gemacht, dass auch Gesundheit und Medienkompetenz der Gamer von besonderer Bedeutung sind und konstruktiv in die Debatte um die Förderung der Trendsportart eingebracht werden müssen.

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Interview dem Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer zum Thema E-Sport

 

"Der gesundheitliche Aspekt des E-Sports hat aus unserer Sicht eine sehr hohe Bedeutung."

 

Erfahren Sie im Interview mit dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, Dr. Ulf Kämpfer (SPD), warum sich die Landeshauptstadt Kiel im E-Sport engagiert und welche Rolle aus seiner Sicht die Gesundheit bei der Ausübung dieser Trendsportart spielt.

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Neue Online-Plattform gegen Mobbing an Schulen

 

Bildungsministerium und TK engagieren sich im Projekt "Gemeinsam Klasse sein"

 

"Gemeinsam Klasse sein" nennt sich das Projekt des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holsteins, des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und der TK, mit dem das Thema Mobbing zukünftig noch stärker in den Fokus rücken soll.

Seit diesem Schuljahr steht den Lehrkräften im Land eine digitale Plattform mit verschiedenen Modulen zur Verfügung. Sie löst den Anti-Mobbing-Koffer ab, der im Jahr 2011 von den Projektpartnern initiiert wurde.

Neben praktischen Änderungen wie der schnelleren Verfügbarkeit von bisher gedruckten und künftig online abrufbaren Materialien, gibt es vor allem inhaltliche Anpassungen. In den komplett überarbeiteten und binnendifferenzierten Arbeitsmaterialien für Schülerinnen und Schüler befinden sich zum Beispiel zeitgemäßerweise auch mehr Module und Informationen zum Thema Cybermobbing.

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Kurznachrichten

"Ist das noch gesund?" – neuer TK-Podcast gestartet

Podcasts sind angesagt. Jetzt gibt auch die TK ihren Versicherten und allen anderen Interessierten "etwas auf die Ohren". Ab sofort ist der neue TK-Podcast "Ist das noch gesund?" online abrufbar.

Reden hilft. Das gilt vor allem, wenn es um die Gesundheit geht. In jeder Folge geht Dr. Yael Adler, TV-Ärztin und Moderatorin des TK-Podcasts, mit ihren Gästen einem Schwerpunktthema auf den Grund.

TK-Podcast "Ist das noch gesund?"

 

 

Groschendreher: Die TK unterstützt das Kieler Bündnis gegen Altersarmut e. V.

 

 

In Kiel gibt es einen neuen Verein: "Groschendreher – Kieler Bündnis gegen Altersarmut". Ziel des Vereins ist es, die gesellschaftliche Teilhabe und die Gesundheitsförderung von älteren Menschen in Armut zu verbessern.

Altersarmut ist oft mit Scham behaftet und führt zu Vereinsamung und Isolation. Es ist erwiesen, dass Armut krank macht – sowohl psychisch als auch körperlich. Der Verein setzt sich daher auch dafür ein, dass älteren Menschen in Armut ein gesundes Leben ermöglicht wird. Zugänge zu gesundheitlichen Versorgungsstrukturen, aber auch zu gesunder Ernährung oder bewegungsfördernden Angeboten, sollen verbessert und vereinfacht werden.

Dieser innovative Ansatz wird durch eine Förderung der TK unterstützt.

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Buchvorstellung: Zukunft der Gesundheit – vernetzt, digital, menschlich

 

Informationsquelle und Impulsgeber für die Entscheider im Gesundheitswesen

 

Die Strukturen im deutschen Gesundheitswesen werden sich in den nächsten zehn Jahren stärker verändern als in den 100 Jahren zuvor. Wie die Elektrizität zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Leben der Menschen grundlegend verändert hat, wird dies jetzt die Digitalisierung tun.

In "Zukunft der Gesundheit", herausgegeben von Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der TK, präsentieren 32 Autorinnen und Autoren aus den Bereichen Versicherungswirtschaft, Versorgungsforschung und Gesundheitsversorgung die wesentlichen Handlungsfelder und Optionen im digitalen Wandel.

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