LOGL-Gartenkalender für die 31. Kalenderwoche
Ziergehölze
(c) Peter Hagen
Ziersträucher vermehren
Ziersträucher wie Flieder, Holunder, Liguster, Fingerstrauch, Forsythie und Zierquitte lassen sich jetzt problemlos durch Kopfstecklinge (Triebspitzenstecklinge) vermehren.
Tipp: Schneiden Sie die Stecklinge bevorzugt bei aufsteigendem Mond.
 
Rosenveredlung
Jetzt können Rosen durch Okulation vermehrt werden. Das verlangt zwar ein wenig Erfahrung, aber damit lassen sich Edelrosen relativ leicht vermehren.
Blumen und Stauden
(c) Peter Hagen
Steppenkerzen pflanzen
Für Steppenkerzen, auch unter den Namen Steppenlilie und Kleopatranadel bekannt, ist jetzt ein günstiger Pflanztermin. Legen Sie die seesternartigen Wurzeln 10 bis 20 cm tief in einen lockeren, durchlässigen Boden und gehen Sie dabei sehr behutsam vor, da jede Beschädigung zu Fäulnis führen kann.
Sonnenblumenkerne trocknen
Wenn die Sonnenblumen verblüht sind, beginnen die Samen zu reifen. Um zu verhindern, dass sie von Vögeln entdeckt und verzehrt werden, schneidet man die Blumen ab und hängt sie verkehrt herum auf. So können die Samen luftig trocknen und nachreifen.
(c) Peter Hagen
Kräutertinkturen
Viele Pflanzen enthalten kurz vor oder während der Blüte besonders viele Inhaltsstoffe. Deshalb lassen sich Ringelblumen, Kamillenblüten, Johanniskraut, Salbei, Thymian und Lavendel jetzt besonders gut zu Tinkturen verarbeiten. Hierfür die Pflanzenteile einfach in einem Schraubglas mit 50-prozentigem Alkohol aufgießen und zwei bis drei Wochen an einen dunklen Ort stellen. Danach können die Pflanzenteile abgeseiht und die Tinkturen in dunkle Flaschen umgefüllt werden.
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Vermehrung von Iris und Taglilien
Iris und Taglilien werden jetzt nach der Blüte vermehrt. Die Vermehrung ist denkbar einfach, denn es reicht, die Horste mit der Hand oder dem Spaten zu teilen. Irisrhizome werden mit dem Messer geteilt. Taglilien (Hemerocallis), die geteilt wurden, können direkt im Freiland an gewünschten Orten wieder aufgepflanzt werden.
Unkräuter in Pflanzungen
Im Frühling bepflanzte Flächen müssen rechtzeitig gejätet werden, denn noch sind die Pflanzen gegenüber den Unkräutern nicht ausreichend konkurrenzstark. Ziel jeder Staudenbepflanzung sollte aber eine geschlossene Vegetationsfläche sein, die das Unkrautwachstum in Grenzen hält. Pflanzflächen lassen sich durch Mulch vor übermäßigem Wildkrautwuchs schützen.
Trockenblumen
Strohblumen, Katzenpfötchen, Sonnenflügel, Papierblumen und Ziergräser können jetzt geerntet und zum Trocknen aufgehängt werden.
Gemüse und Kräuter
(c) Peter Hagen
Sellerieknollen freilegen
Wenn Sie die Sellerieknollen etwas freilegen, wachsen sie besser. Doch Vorsicht: Die Wurzeln dürfen dabei nicht beschädigt werden!
Kräuter- und Gemüseernte
Ernten Sie Kräuter und Gemüse morgens, dann sind die Pflanzenzellen noch straff gefüllt (und länger haltbar) und der Gehalt an Inhaltsstoffen ist am höchsten. Die beste Erntezeit ist zwischen 10:00 und 11:00 Uhr, wenn der Tau abgetrocknet ist.
Spinat von Gelber Melde
Aus Gelber Melde lässt sich ein hervorragender Spinat zubereiten. Dazu werden die Triebe der Melde geerntet und gewaschen. Blätter und Triebspitzen kommen ganz in den Topf, junge Stängel werden wie Kräuter klein geschnitten. Die Melde und ein in Stücke geschnittener Apfel im Topf mit etwas Wasser, Öl und Salz bei niedriger Hitze dünsten. Nach der halben Kochzeit gehackte Mandeln hinzufügen. Später können gewürfelte Zwiebeln und Knoblauchzehen hinzugegeben werden. Vor dem Servieren wird der Spinat in Sahne aufgekocht und mit Pfeffer und Muskat gewürzt. Der fertige Meldespinat passt gut zu gekochten Kartoffeln.
Obst
Sternchenäpfel
Wie wäre es, wenn Sie einmal mit Sternchen-Äpfeln als Dekoration überraschen würden? Besorgen Sie sich dazu Sternchen-Aufkleber im Bastelgeschäft und kleben Sie die Motive auf die Sonnenseite der jetzt noch grünen Äpfel am Baum. Geeignet sind nur rot ausfärbende Sorten wie Idared, Gloster, Melrose und Jonagold. Die Aufkleber dürfen erst nach der Ernte der Früchte entfernt werden, damit die Sternchen nicht noch ausfärben. Natürlich können Sie dafür auch jedes beliebige andere Motiv wählen.
Vögel von Früchten fern halten
Besonders in trockenen Sommern werden reife Früchte von verschiedenen Vogelarten wie Krähen und Wacholderdrosseln angepickt. In der Regel sind die Vögel auf der Suche nach Wasser. Daher lässt sich eine deutliche Befallsminderung erzielen, wenn man mehrere Wasserschalen im Garten aufstellt.
Erdbeeren abmähen
Erdbeeren sollten ab Ende Juli etwa 5 cm über dem Boden abgemäht werden als Schutz des neuen Aufwuchses vor Krankheiten und Schädlingen.
(c) Peter Hagen
Kranke Früchte entfernen
Kranke Früchte bei Apfel- und Birnbäumen sollten schnell entfernt werden, bevor sich Krankheitsnester bilden können.
Pflanzenschutz
Pflanzenstärkungsmittel aus Ackerschachtelhalm
Bei einem Spaziergang über die Felder können Sie Ackerschachtelhalm sammeln und mit Wasser als Jauche ansetzen. Das Pflanzenstärkungsmittel hilft gegen Pilzkrankheiten wie Tomaten-Braunfäule und Mehltau.
Aus LOGL und Obst&Garten
(c) Buchter
Schweizer Obstverband
Schweizer Zwetschgen sind schon reif
Mit den frühen Hauptsorten Tegera und Cacaks Schöne hat die Schweizer Zwetschgenernte unüblich früh begonnen – rund 10-14 Tage früher als gewohnt. Grund ist der bisherige Witterungsverlauf mit idealen Temperaturen. lesen
(c) Springob
Streuobst
Förderung Schwäbisches WiesenObst
Das Land Baden-Württemberg verfügt über die größten zusammenhängenden Streuobstbestände in ganz Europa. Ihre Biodiversität ist enorm, sie bieten Lebensraum für rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten sowie etwa 3.000 verschiedene Obstsorten.  lesen
(c) BLZ
Bundesanstalt für Landwirtschaft
Gefahren durch eingeschleppte Pflanzenseuchen
Das neue Pocketheft des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) gibt Reisenden Tipps, wie sie Pflanzen aus dem Ausland sicher mitbringen und so eine Einschleppung verhindern können. lesen
Ulmer-Buchtipp
Heilpflanzen für Kinder
Heilpflanzen für Kinder. Gesundheit aus der Natur. Ursel Bühring, Helga Ell-Beiser, Michaela Girsch. 2015. 286 S., 163 Farbfotos, 55 Zeichnungen, 9 Tabellen, geb. ISBN 978-3-8001-8358-6. Euro 29,90. ET-Ist: 13.08.2015
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