LOGL-Gartenkalender für die 36. Kalenderwoche
Ziergehölze
(c) Peter Hagen
Immergrüne Gehölze pflanzen
Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, immergrüne Gehölze zu pflanzen oder zu verpflanzen, damit sie vor dem Winter noch ausreichend Wasser aufnehmen können. Die Wurzelballen dürfen während der warmen Zeit nicht austrocknen - also bei Bedarf kräftig gießen!
Stark blutende Bäume schneiden
Bis etwa Mitte September kann man noch stark blutende Bäume wie die Walnuss schneiden. Würde man sie im Frühjahr schneiden, wenn sie voll im Saftfluss steht, kann das zu einer Schwächung des Baumes aufgrund des starken Wasserverlustes führen. Außerdem ist die Wundverheilung jetzt noch besser.
Blumen und Stauden
Vogelnahrung belassen
Lassen Sie die Samenstände von Wildstauden ruhig stehen. Sie dienen Vögeln als Nahrung und tragen zur Ausbreitung der Pflanzen bei. Aus diesem Grund werden auch Wildhecken jetzt nicht mehr geschnitten.
(c) Peter Hagen
Dahliensträuße aus dem Garten
Manche Dahlien stehen noch in voller Blüte. Wenn Sie sich mit einem Strauß den Spätsommer ins Haus holen möchten, sollten Sie folgende Regeln beachten: Der beste Schnittzeitpunkt sind die kühlen Morgen- und Abendstunden. Schneiden Sie nur voll entfaltete Blumen und entfernen Sie alle Nebenknospen - sie öffnen sich in der Vase sowieso nicht, verringern aber die Haltbarkeit der Blütenpracht.
Gemüse und Kräuter
Grasschnitt als Mulchmaterial
Um diese Jahreszeit fallen beim Mähen beträchtliche Grasmengen an. Verwenden Sie das Schnittgut großzügig zum Mulchen der Gemüse- und Staudenbeete, damit der Boden schön feucht bleibt. Die Schicht sollte jedoch nicht stärker als 5 cm sein. Lassen Sie das restliche Gras einige Tage trocknen, bevor Sie es auf den Kompost geben, sonst kann es zu Fäulnis kommen.
Kohlhernie richtig bekämpfen
Von Kohlhernie befallenes Erntegut, erkenntlich an Wucherungen am Wurzelhals, darf nicht auf den Kompost, sondern muss vernichtet werden. Bringen Sie auf der betroffenen Fläche Algenkalk aus und pflanzen Sie dort in den nächsten drei bis vier Jahren keine Kohlgewächse an.
Gemüse bleichen
Damit die inneren Blätter ausbleichen, müssen die meisten Endiviensorten rechtzeitig zusammengebunden werden. Häufeln Sie Bleichsellerie zu diesem Zweck mit Erde an und wickeln Sie Gemüseartischocken in schwarze Folie oder Wellpappe.
Gründüngung
Auf abgeernteten Beeten kann nun Gründüngung eingesät werden. Im Fachhandel sind viele verschiedene Samenmischungen erhältlich.
Obst
Beerensträucher als Spalier
Haben Sie schon einmal daran gedacht, die Beerensträucher als Spalier zu erziehen? Spannen Sie dazu zwei bis vier Drähte quer bis in eine Höhe von ca. 1,80 m. Daran binden Sie drei bis fünf kräftige Triebe mit eingekürztem Seitenholz fächerförmig fest. Alle anderen Triebe werden am Boden abgeschnitten, nachwachsende Bodentriebe können Sie einfach abreißen. Denken Sie aber daran, dass Sie nach 6 bis 7 Jahren die Gerüsttriebe durch jüngere Triebe ersetzen müssen. Rechtzeitig also Ersatztriebe stehen lassen.
Holunder ernten
Holunder wird geerntet, wenn alle Früchte blauschwarz gefärbt sind. Verarbeiten Sie die Beeren sofort nach der Ernte, nachdem Sie sie mit einer Gabel von den Fruchtständen abgestreift haben. Vorsicht: Ungekochte Früchte enthalten das giftige Glykosid Sambunigrin. Beim Kochen wird es aber abgebaut.
Stippebehandlungen
Bei den Spät- bzw. Lagersorten können Stippebehandlungen bis unmittelbar vor der Ernte ausgebracht werden. Gut geeignet sind kalziumchloridhaltige Präparate. Reines Kalziumchlorid (2 x 200 g pro 10 l), kurz vor der Ernte gespritzt, ermöglicht einen sogenannten Depoteffekt: Die Kalzium-Ionen können dann noch in den empfindlichen Bereich unter der Schale eindringen und dämmen die Stippegefahr ein.
(c) Peter Hagen
Holunder verarbeiten
Wer keinen Holunder im Garten hat (die Sorte Haschberg ist besonders ergiebig!), sollte jetzt noch schnell in der Umgebung nach einem Hollerbusch suchen: Holundergelee ist eine Delikatesse und Holundersaft lindert im Winter so manchen Husten. Hier ist ein Rezept von Irene Keßler für Holundergelee: Man verwendet etwa 2/3 Holunder und 1/3 säuerlichen, in kleine Stücke geschnittenen Apfel. Statt Gelierzucker kann man auch Pektin verwenden. Auf 500 g Frucht und 500 g Zucker benötigt man 12 bis 14 g Apfelpektin und je nach Frucht 3 bis 9 g Apfelsäure. Vom Zucker muss man etwa 60 g abnehmen und mit dem Pektin und der Apfelsäure vermischen. Dieses Gemisch wird erst dann zugefügt, wenn die Hauptmenge mit dem Zucker zum Kochen gekommen ist. Nach etwa 2 bis 3 Minuten kann man eine Gelierprobe machen.
Obsternte
Einige grundsätzliche Tipps zur Obsternte: Farbige Apfelsorten zwei- bis dreimal durchpflücken. Die erste und besonders die zweite Pflücke sind für die längere Lagerung geeignet, die letzte Pflücke sollte nur kurz gelagert bzw. schnell verbraucht werden. Besonders weiche Früchte (Steinobst) nicht mit den Fingern drücken und durch lange Fingernägel verletzen. Äpfel und Birnen mit der ganzen Handinnenfläche (und nicht mit den Fingern!) leicht anheben und abdrehen. Grundsätzlich immer früh morgens ernten, um die Kühle der vorangegangenen Nacht mit ins Lager zu nehmen. So kühl (2 bis 5 °C) und feucht (etwa 80 % Luftfeuchtigkeit) wie möglich lagern. Die Luftfeuchtigkeit kann man erhöhen, indem man einen Eimer Wasser auf den Boden des Lagerraums ausleert (das liefert auch zusätzliche Verdunstungskälte).
Rasen
Rasen anlegen
Wenn Sie es im Frühjahr nicht geschafft haben, einen Rasen anzulegen, ist jetzt im September Gelegenheit dazu. Ebnen Sie die Fläche vorher ein und verbessern Sie einen mageren Boden mit etwas organischem Volldünger. Grassamen gleichmäßig verteilen, leicht einarbeiten und angießen. Gegen Vogelfraß hilft ein Schutznetz oder Vlies.
Aus LOGL und Obst&Garten
(c) Pollinature
Stärkung der biologischen Vielfalt
Wildbieneneinsatz im geschützten Anbau
Das Projekt an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau (LVWO) Weinsberg wurde im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gefördert. Nun liegen die Ergebnisse vor. lesen
(c) Uni Hohenheim
Berufskrankheiten
Borreliose – wann zahlt die BG?
Diagnostiziert der Arzt Borreliose, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit die gesetzlichen Unfallversicherungsträger sie als Berufskrankheit anerkennen kann. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) erklärt, was für Versicherte der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG) gilt. lesen
(c) Angela Klein
Stiftung Naturschutzfonds
Sonderförderung für Projekte zur Naturschutz- und Umweltpädagogik
Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg stellt in diesem Jahr zusätzliche Fördermittel in Höhe von insgesamt 150.000 Euro für Projekte zur Naturschutz- und Umweltpädagogik mit dem besonderen Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung zur Verfügung. lesen
Termine
28.08.2020: Jazz unter Palmen: Special Kultur Sommer 2020 mit Ladwig’s HORNS & BEAT
30.08.2020: Klimawald im Nationalpark
30.08.2020: Rangerführung über den Wildnispfad
26.08.2020 bis 30.08.2020: Tiny-House-Ausstellung »Wunderkammer der Bioökonomie«
02.09.2020: Grenzen überschreiten
weitere Termine
Ulmer-Buchtipp
Bienen gesund erhalten
Bienen gesund erhalten. Bienenkrankheiten vorbeugen, erkennen und behandeln. Wolfgang Ritter. 2., erweiterte Auflage 2016. 216 S., 37 Farbfotos auf Tafeln, 50 Zeichnungen, 10 sw-Fotos, kart. ISBN 978-3-8001-8289-3. Euro 26,90. ET-Ist: 12.10.2016
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