LOGL-Gartenkalender für die 45. Kalenderwoche
Ziergehölze
Immergrüne gründlich wässern
Denken Sie daran: Immergrüne Pflanzen verdunsten auch in der kalten Jahreszeit Wasser. Daher wässern Sie vor der Frostperiode und bei mildem Wetter die Pflanzen gründlich. Die wenigsten Pflanzen erfrieren im Winter, sondern vertrocknen eher.
Gießen
Koniferen sollten Sie also auch im Winter in der frostfreien Zeit gießen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Pflanzen sonnenexponiert stehen und es längere Zeit nicht mehr geregnet hat. Trockenschäden wie braune Nadeln sind nur eine mögliche Folge. Im ungünstigsten Fall stirbt die Pflanze auch ganz ab. Verbräunte Nadeln sind somit nicht immer allein auf Pilzerreger zurückzuführen, auch Umwelteinflüsse können die Ursache sein.
Blumen und Stauden
(c) Peter Hagen
Pampasgras schützen
Binden Sie die Blätter des Pampasgrases schopfartig zusammen, um die starken Herbstniederschläge seitlich abzuleiten. Auf diese Weise ist die Pflanze vor Staunässe geschützt.
Blumenzwiebeln pflanzen
Bis Ende des Monats werden die Blumenzwiebeln für das Frühjahr gepflanzt. Dazu gehören zum Beispiel Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse, Alpenveilchen, Tulpen, Narzissen, Blausternchen, Schneeglanz, Winterlinge und Hundszahn. Achten Sie darauf, dass Sie Blumenzwiebeln aus Kulturmaterial verwenden und keine Wildherkünfte kaufen. Besonders bei Schneeglöckchen, Alpenveilchen, Anemonen und Winterlingen werden immer noch viele Pflanzen der Natur entnommen. Übrigens: Früher gruben Gärtner Holunderblätter unterhalb der Zwiebeln im Boden ein. Der Geruch der Blätter sollte anscheinend Wühlmäuse zumindest so lange fernhalten, bis die Blätter zersetzt sind.
(c) Peter Hagen
Staudenpflanzung
Stauden können grundsätzlich auch im Herbst gepflanzt werden. Weniger geeignet sind allerdings Herbstanemonen und Gräser. Auch alle anderen Pflanzen, die im Herbst bereits eingezogen sind, sollten Sie erst im Frühjahr kaufen, wenn die Arten beginnen auszutreiben.
Gemüse und Kräuter
Endivie zubereiten
Bei der Zubereitung von Endiviensalat sollten Sie die Blätter im Ganzen gründlich waschen und nicht erst, wenn sie in Streifen geschnitten sind. Denn an den Schnittstellen treten wertvolle Inhaltsstoffe aus und gehen mit dem Waschwasser verloren wie zum Beispiel der gesundheitsfördernde Bitterstoff Intybin. Übrigens: Man kann Endivie auch gekocht in Suppen oder als Wintergemüse essen.
Fruchtfolgen aufzeichnen
Eine auf Jahre hin abgestimmte Fruchtfolge erfordert eine gründliche Planung. Tragen Sie dazu die diesjährige Belegung der Gemüsebeete in eine Gartenskizze ein. Als Grundregel gilt: Innerhalb der einzelnen Gemüsefamilien sind Anbaupausen von drei bis vier Jahren empfehlenswert.
Rost an Lauch
Wenn der Lauch im Garten von Rost befallen war (erkenntlich an kräftig orangefarbenen Flecken), sollten Sie die Erntereste außerhalb des Gemüsegartens entsorgen. Achten Sie im nächsten Jahr auf großzügige Pflanzabstände (etwa 40 x 20 cm), um einem Befall vorzubeugen.
Obst
Äpfel aufbewahren
Wenn Sie keinen kühl-feuchten Keller zur Verfügung haben, können Sie Äpfel in kleineren Mengen trocken in Folienbeuteln im Kühlschrank aufbewahren. Stechen Sie für den Gasaustausch mit einer Stricknadel einige Löcher (etwa fünf) in jeden Beutel.
Schorf an Apfel
Wenn Ihre Apfelbäume stark mit Schorf befallen waren, sollten Sie das Laub möglichst fein zerkleinern (z.B. mit einem Rasenmäher). Dadurch verrotten die Blätter schneller und die Infektionsgefahr für das Folgejahr sinkt.
Ernte von Wildfrüchten
Mit den ersten Frösten werden die sauren Gerbstoffe von Schlehen und Mispeln abgebaut. Daher darf man diese Wildfrüchte erst nach Frosteinwirkung ernten bzw. verzehren. Entgegen landläufiger Meinung verhält es sich mit Scheinquitten (Chaenomeles) anders. Chaenomeles-Früchte haben kein Problem mit Gerbsäuren. Sie sind extrem reich an Fruchtsäuren, hervorragend verwertbar, und dies nicht erst nach einer Frostnacht.
Johannis- und Stachelbeeren schneiden
Johannis- und Stachelbeeren können bei frostfreiem Wetter den ganzen Winter über geschnitten werden. Ein Schnitt vor Mitte November hat den Vorteil, dass der Infektionsdruck für die Rotpustelkrankheit etwas geringer ist. Mit Rotpustel infiziertes Schnittgut aus der Anlage entfernen und am besten verbrennen.
Wurzelschnittlinge von Himbeeren
Bei offenem Wetter können Himbeeren durch Wurzelschnittlinge vermehrt werden. Dazu werden 10 cm lange Wurzelabschnitte mit den Knospen nach oben flach in ein Pflanzbeet mit lockerer Erde gelegt und vollständig, aber nur dünn mit Boden abgedeckt. Brombeeren oder Weinbeeren vermehren Sie einfach, indem Sie die Enden langer Ruten mit Erde bedecken oder mit einem Stein beschweren. Bis zum Frühjahr haben die Triebe bereits Wurzeln geschlagen und können abgetrennt und umgesetzt werden.
(c) Peter Hagen
Sanddornbeeren ernten
Sanddornbeeren können immer noch geerntet werden. Bei längerer Kälteeinwirkung wird der Saft in den Beeren allerdings ranzig, sodass die Früchte vor dem Frost geerntet werden sollten. Wenn die Beeren schon zu weich sind, werden die fruchttragenden Astpartien abgeschnitten und gefrostet. Die gefrorenen Beeren lassen sich dann leicht abschlagen.
Vermehrung durch Absenker
Stachelbeeren und Brombeeren können durch Absenker vermehrt werden. Dabei werden kräftige einjährige Triebe von der Mutterpflanze in eine Vertiefung abgesenkt, in der Mitte festgesteckt und mit Erde bedeckt. In beiden Fällen sollte die Bewurzelung bis zum nächsten Herbst ausreichend stark für eine neue Pflanze sein.
Sonstiges
(c) Peter Hagen
Wasserleitungen im Außenbereich
Stellen Sie vor dem ersten starken Frost die Wasserleitungen für den Außenbereich ab und entleeren Sie die Leitungen. Zur Sicherheit können Sie die Zapfstellen dicht mit Stroh einpacken. Hähne aus Messing sind besonders empfindlich, daher sorgfältig umwickeln (aufgedreht lassen!) oder abschrauben und frostsicher lagern.
(c) Peter Hagen
Herbstlaub
Herbstlaub ist kein Müll! Die Laubdecke schützt Boden und Pflanzen. Störendes Laub (etwa auf dem Rasen) kann kompostiert werden. Gute Humusbildner sind Hainbuchenblätter. Nur langsam verrotten dagegen Eichenlaub sowie Kiefern- und Fichtennadeln. Für das sich weniger gut zersetzende Herbstlaub kann ein Dauerkomposthaufen errichtet werden, der die Möglichkeit bietet, Laubkompost als Torfersatz zu entnehmen.
Aus LOGL und Obst&Garten
(c) Carolin Scheu
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Umfrage mit Verlosung: Ihre Meinung ist gefragt!
Verlags-Werkstudentin Carolin Scheu führt im Rahmen ihrer Abschlussarbeit eine Umfrage durch. Denn Ihre Wünsche und Bedürfnisse sind uns wichtig. Nur wenn wir Sie kennen, können wir Ihnen auch die entsprechenden Produkte und Serviceleistungen anbieten. Verraten Sie uns, welche Informationen Sie sich von uns wünschen. lesen
(c) LBV BW
Neues Förderprogramm
Schaffung von Blühflächen und Biodiversitätspfaden
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg legt ein neues Förderprogramm mit 7,5 Millionen Euro zu Blühflächen und Biodiversitätspfaden für Kommunen auf. lesen
(c) BMEL
Klimawandel
Neue Bäume braucht die Stadt
Bundesministerin Julia Klöckner pflanzte zusammen mit Vertretern der Baumschule Lorenz von Ehren (Hamburg), des Bundes deutscher Baumschulen e.V. und Michael Grosse-Brömer (Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) einen Klimabaum in Berlin. lesen
Termine
05.10.2020 bis 31.10.2020: Apfelausstellung im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach
18.09.2020 bis 01.11.2020: Elefantenfuß und Schwanenhals - Herbstausstellung im Palmenhaus
03.11.2020: Online-Tagung: 14. Landesweiter Streuobsttag Baden-Württemberg: Streuobst ist mehr
03.11.2020: Landesweiter Streuobsttag Baden-Württemberg – Online
05.11.2020: Resistenzmanagement im Ackerbau
weitere Termine
Ulmer-Buchtipp
Imker - Vom Hobby zum Beruf
Imker - Vom Hobby zum Beruf. Marc-Wilhelm Kohfink. 2018. 128 S., 53 Farbfotos, kart. ISBN 978-3-8186-0124-9. Euro 19,90. ET-Ist: 19.04.2018
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